Zahlen & Fakten zum Saudi-Arabien Grand Prix der Formel 1

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Der Saudi-Arabien Grand Prix wird auf einem temporären Straßenkurs an einer Corniche ausgetragen, einem Küstengebiet in Dschidda am Roten Meer. Die Küstenlage führt zu ähnlichen Herausforderungen wie in Abu Dhabi: Sand weht auf die Strecke und die Windrichtung wechselt im Laufe des Tages bis zum Abend.

Grafik: Mercedes Motorsport

Der Jeddah Corniche Circuit weist die meisten Kurven aller Strecken im aktuellen F1-Kalender auf. Insgesamt sind es 27 Kurven, davon 16 Links- und 11 Rechtskurven. Die hohe Anzahl an Kurven erschwert den Fahrern und Teams die Arbeit, um die Strecke zu lernen und rasch in Fahrt zu kommen. Die Strecke ist neben Bahrain, Österreich und Mexiko eine von nur vier im aktuellen Rennkalender, auf der es drei getrennte DRS-Zonen gibt. Diese befinden sich auf der Zielgeraden sowie zwischen den Kurven 18-21 und 25-27.

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Mit 6,174 km Länge ist der Austragungsort des Großen Preises von Saudi-Arabien nach Spa-Francorchamps (7,004 km) die zweitlängste Strecke in der Formel 1. Aufgrund der Streckenlänge ist das Energiemanagement sehr schwierig, was die Performance der MGU-H und der Hybrid-Systeme mehr in den Fokus rückt. Da Dschidda ein Straßenkurs ist, besteht ein höheres Risiko von Safety-Car-Phasen. Grund dafür ist, dass es länger dauert, um die Strecke nach Zwischenfällen zu räumen. Zudem können die schnellen Kurven zu größeren Unfällen führen. Ein langer Straßenkurs bedeutet außerdem, dass es mehr Potenzial für Fehler gibt.

Dschidda bezeichnet sich als „schnellster Straßenkurs der Welt“. Die erwartete Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei rund 250 km/h. Baku ist nicht weit weg davon, aber die durchschnittliche Geschwindigkeit in Dschidda wird dadurch begünstigt, dass einige Kurven mit Vollgas genommen werden oder in DRS-Zonen liegen. Die Fahrer erreichen auf den langen Geraden und mit den drei DRS-Zonen drei Mal Topspeeds von mehr als 310 km/h. Wir gehen davon aus, dass Dschidda beim Vollgasanteil mit Spa und Monza konkurrieren wird.

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79% der Rundendistanz werden mit Volllast gefahren, einer der höchsten Werte des Jahres. Kurve 13 ist eine überhöhte Kurve mit 12% Steigung. Steilkurven ermöglichen mehr Linien, was eine interessante Herausforderung darstellt und den Fahrern dabei hilft, Schwung auf die folgende Vollgaspassage mitzunehmen.

Ähnlich wie in Baku und Silverstone dürfte der Streckenverlauf in Dschidda nach wenig Luftwiderstand und Flügeleinstellungen mit weniger Abtrieb verlangen. Wir gehen davon aus, dass Kurve 2 die mit Abstand langsamste Kurve der Strecke sein wird. Sie wird mit nur 90 km/h durchfahren. Die schnellste Kurve ist Turn 26 auf der Gegengeraden in der letzten DRS-Zone. Hier erreichen die Fahrer rund 310 km/h.

Der frisch gelegte Asphalt dürfte sehr glatt sein und viel Grip bieten. Deshalb sollte das Überhitzen der Reifen kein großes Problem darstellen. Zudem sollten wir auch ein niedriges Niveau an Reifenabbau erleben. Gleichzeitig ist es eine neue Streckenoberfläche und damit besteht die Möglichkeit, dass es zu einer ähnlichen Situation wie in der Türkei im Vorjahr kommt, also einer öligen und rutschigen Oberfläche, besonders im Regen (was in Saudi-Arabien aber unwahrscheinlich ist). Aufgrund des neuen und ‚grünen‘ Streckenbelags, auf dem noch nicht richtig Gummi gelegt wurde, wird die Weiterentwicklung der Strecke im Laufe des Wochenendes enorm stark ausfallen. Dies bedeutet auch, dass die Fahrer dafür bestraft werden, neben der Linie zu fahren, da dort mehr Sand liegt und es an Gummi fehlt.
Der Saudi-Arabien Grand Prix ist ein Nachtrennen. Deshalb wird die Strecke neben Flutlichtern an Gebäuden und Brücken auch von mehr als 600 Leuchtmasten beleuchtet.

Quelle: Mercedes Motorsport

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