Zahlen & Fakten zum Formel 1 Italien Grand Prix

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Der Italien Grand Prix ist das zweite Rennwochenende in dieser Saison, an dem das neue Rennwochenendformat mit Sprint-Qualifying getestet wird. Am Freitag werden ein Freies Training und das normale Qualifying ausgetragen, am Samstag folgen ein weiteres Training sowie das Sprint-Qualifying-Rennen und am Sonntag der normale Grand Prix.
Monza trägt nicht ohne Grund den Spitznamen „Temple of Speed“: 78% der Rundenzeit und 85% der Rundendistanz werden mit Vollgas zurückgelegt – das ist der höchste Wert aller F1-Strecken.

Der Windschatten ist in Monza unheimlich stark und wirkt sich oft auf die Qualifying-Strategie aus. In der Saison 2020 betrug der Unterschied zwischen einer Runde mit beziehungsweise ohne Windschatten rund 0,7 Sekunden.
Auf einer Runde in Monza wird nur 36 Mal geschaltet, das ist einer der niedrigsten Werte im F1-Rennkalender. Der Grund dafür ist, dass für einen Großteil der Runde auf den langen Geraden im achten Gang gefahren wird.

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Man würde vielleicht denken, dass in Monza die höchste Geschwindigkeit aller Strecken im Kalender erreicht wird, aber dem ist nicht so. Mit 340 km/h erreichen die Fahrzeuge in Monza den dritthöchsten Wert der Saison, hinter Frankreich (341 km/h) und Mexiko (350 km/h).

In Monza fahren die Autos mit dem geringsten Abtrieb des Jahres und die Teams bringen zu diesem Rennen spezielle Heckflügel mit. Beim Italien GP wird in jedem Jahr darüber diskutiert, aber es stimmt noch immer: man könnte selbst mit diesem Abtriebsniveau noch an der Decke entlang fahren, zumindest in der Theorie.

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Die Leistung spielt beim Italien GP eine bedeutende Rolle, selbst ein kleiner Leistungszuwachs kann hier einen großen Einfluss auf die Rundenzeit haben. Das liegt zum Teil an den langen Geraden, aber auch daran, dass es viele langsame Kurvenausgänge gibt, die auf diese Geraden führen. Deshalb benötigt man viel mehr Leistung in den Beschleunigungszonen.

Das niedrigere Abtriebsniveau und die langen Geraden sorgen dafür, dass die Reifentemperaturen in Monza sinken. Das verursacht mehr stehende Vorderräder als auf anderen Strecken. Zudem hat es Einfluss auf die Bremsstabilität, da das Auto beim Bremsen nervöser und unvorhersehbarer reagiert. Auch das erhöht die Gefahr eines Verbremsers. Die Fahrer können in den langsamen Schikanen und den starken Bremszonen viel Zeit gutmachen, dafür verzeihen die Auslaufzonen keine Fehler.

Die schnelle Curva Grande (Kurve 3) und die Parabolica (Kurve 11) gleichen die langsamen Schikanen aus und führen dazu, dass in Monza die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit aller F1-Strecken erreicht wird.
Aufgrund der vielen Beschleunigungszonen aus langsamen Kurven heraus kommt es in Monza sehr auf den mechanischen Grip an. Entsprechend wichtig ist die Traktion, die nur auf zwei weiteren Strecken in dieser Saison wichtiger ist.

Die Kerbs am Kurvenausgang bieten in Monza nur wenig Traktion und sind sehr uneben. Da das Herausbeschleunigen auf die langen Geraden sehr wichtig ist, müssen die Fahrer die Kerbs manchmal am Kurvenausgang meiden, um bestmöglich aus der Kurve herauszukommen.

Die Durchschnittstemperatur beträgt in Monza (25°C). Damit ist es eines der heißeren Rennen im 2021er Rennkalender. Die durchschnittliche Streckentemperatur liegt bei 40°C und damit am unteren Ende der Skala. Der Grund dafür ist, dass der Asphalt heller (grau im Vergleich zu schwarz) ist und deswegen die Hitze weniger aufnimmt. Zudem werfen die Bäume im Park zu Monza viele Schatten.

Aufgrund seines High-Speed-Charakters ist der Italien GP oftmals ein sehr kurzes Rennen. Ohne Unterbrechungen dauert der Grand Prix rund eine Stunde und 15 Minuten. Die kurzen Rundenzeiten bedeuten aber auch, dass die Teams im Training und Qualifying mehr Runden fahren können.

In einigen Kurven kommt es in Monza stark darauf an, wie gut sich das Auto auf den Kerbs am Kurveneingang verhält, so etwa in Ascari. Wenn das Auto hier stabil auf den Kerbs liegt, kann der Fahrer den Kurveneingang in Turn 8 richtig attackieren und die Kurven 9 und 10 beinahe gerade durchfahren. Wenn das Auto auf den Kerbs unruhig wird, können den Fahrern schnell Fehler unterlaufen und sie dadurch viel Zeit verlieren.

Quelle: Mercedes Motorsport

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