Zahlen & Fakten zum Emilia Romagna F1-Grand Prix

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Mit dem Bau des Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari wurde 1950 begonnen, und 1953 wurde das erste Rennen auf der Strecke ausgetragen. Die Rennstrecke war bereits unter drei verschiedenen Namen Schauplatz von Formel 1-Rennen: Großer Preis von San Marino, Großer Preis von Italien und Großer Preis der Emilia Romagna.

Grafik: Mercedes Motorsport

Dies ist das erste von drei geplanten Sprintrennen in der F1-Saison 2022, die anderen beiden finden in Österreich und Brasilien statt. Das bedeutet, dass das Qualifying auf Freitagnachmittag nach dem ersten Training verlegt wird. Darin wird die Startaufstellung für das 100-km-Sprintrennen am Samstagnachmittag bestimmt, das nach dem zweiten Training stattfindet. Das Ergebnis des Sprintrennens entscheidet über die Startaufstellung für das Hauptrennen am Sonntag.
Das Format des Sprintrennens wurde für 2022 geändert. Die Pole Position wird nun offiziell in den Statistiken an den schnellsten Fahrer des Qualifyings am Freitag vergeben – im Gegensatz zum vorherigen Format, bei dem die Pole Position an den Sieger des Sprintrennens ging.

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Da Imola eine ältere Strecke ist, ist der Kurs im Vergleich zu modernen Rennstrecken recht schmal. Das macht das Überholen schwieriger und legt mehr Wert auf die Strategie, um Plätze gutzumachen.
Imola hat mit 549 Metern eine der längsten Boxengassen aller F1-Strecken im Rennkalender 2022. Dies bringt mit 24,7 Sekunden auch eine der längsten Durchfahrtszeiten durch die Boxengasse mit sich. Das ist ein interessanter strategischer Faktor, da man bei einem Boxenstopp mehr Zeit verliert als bei anderen Rennen.
Der Weg von der Pole Position bis zur ersten Bremszone ist mit 575 Metern einer der längsten im Kalender, was bedeutet, dass es beim Start häufig zu Positionswechseln kommt.

71 % der Rundenzeit werden mit Vollgas gefahren, was im Vergleich zu den meisten anderen F1-Strecken des Jahres 2022 recht hoch ist. Dazu gehört auch eine 15-sekündige Vollgas-Passage vom Ausgang der letzten Kurve bis zur Bremszone für Kurve 2.
Imola hat eine durchschnittliche Geschwindigkeit am Scheitelpunkt von 205 km/h, die dritthöchste im F1-Kalender 2022, hinter Silverstone und Suzuka.
In Imola gibt es eine große Vielfalt an Kurventypen und Geschwindigkeiten, die ein Auto mit einem breiteren Betriebsfenster erfordern – ganz im Gegensatz zu einer Rennstrecke wie Monaco, die ein viel engeres Kurvengeschwindigkeitsfenster aufweist, das sich auf langsame Kurven konzentriert.

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Aufgrund des breiteren Kurvengeschwindigkeitsfensters sind in Imola mehr Kompromisse bei der Abstimmung des Autos erforderlich, damit es in dieser vielfältigen Mischung von Kurventypen besser funktioniert. Außerdem muss ein Gleichgewicht zwischen dem Fahrverhalten auf der holprigen Strecke und der Aero-Konfiguration gefunden werden, um die maximale Aero-Performance zu erreichen. Imola hat die höchsten Beschleunigungen des ganzen Jahres am Kurvenausgang (man nennt das gLong-Kräfte), was auf den sehr hohen Grip auf dem Asphalt der Strecke und die sehr geraden Kurvenausgangslinien zurückzuführen ist – im Gegensatz zu den langen, geschwungenen Ausgängen, die man auf anderen F1-Strecken wie Silverstone findet. Die durchschnittliche Längsbeschleunigung am Kurvenausgang in Imola beträgt 1,5 g.

Quelle: Mercedes Motorsport

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