Überlegener Titelgewinn: Slowene Kevin Siggy DTM Esports Champion 2022

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Kevin Siggy hat den Titel in der DTM Esports Championship im Sturm erobert. Mit zwei Siegen im Ferrari 488 von Team Redline beim Finale auf der virtuellen Rennstrecke von Portimão untermauerte der Slowene seine Dominanz. Die winzige Chance von BMW-Pilot Moritz Löhner (GER, Dörr Esports) auf eine erfolgreiche Titelverteidigung war bereits im Sprintrennen wie eine Seifenblase geplatzt. Am Ende hatte Siggy unglaubliche 100 Punkte Vorsprung auf Löhner. Die Sim-Racer lieferten zwei spektakuläre Rennen. Vor allem der Kampf um die Punkteränge drei, vier und fünf war extrem hart, schließlich qualifizieren sich die fünf bestplatzierten Fahrer für das Shoot-out um das reale Cockpit für die DTM Trophy 2023. Neben Meister Siggy und Vize-Meister Löhner komplettierten die beiden italienischen Ferrari-Piloten Gianmarco Fiduci (Team Fordzilla) und Alessandro Ottaviani (R8G Esports) sowie Florian Hasse (GER, Dörr Esports) die Top Fünf, doch die Reihenfolge gilt aufgrund ausstehender Strafen unter Vorbehalt. Auf jeden Fall lieferte die DTM Esports einen spektakulären Vorgeschmack auf den Saisonauftakt der DTM auf dem realen Formel-1-Kurs von Portimão in Portugal an diesem Wochenende.

Startreihe 1: L. Krippner (#66) und K. Siggy (#11). Foto: DTM Media

„Ich habe viel Zeit in die Vorbereitung und Abstimmungsarbeit investiert. Jetzt bin ich um so glücklicher, den Titel in der DTM Esports gewonnen zu haben – mein erster Titel seit einiger Zeit“, so der 23-jährige Kevin Siggy, der für ihn ungewöhnliche Emotionen beim Sieg im Sprintrennen zeigte, als der Titelgewinn vorzeitig feststand. „Auf Ferrari zu setzen, war eine gute Entscheidung, und die Setup-Arbeit der Schlüssel zum Erfolg.“ Jetzt freut er sich auf die Teilnahme am Shoot-out. „2023 an der realen DTM Trophy teilnehmen zu können, ist mein Ziel, und ich werde alles versuchen, um das zu erreichen.“

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Die Action auf dem 4,653 Kilometer langen Kurs von Portimão war aufregend. Wie so oft bei einem Finale, wurde teils mit Haken und Ösen gekämpft, was der Rennleitung Einiges an Arbeit bescherte. Vor allem die Plätze ab Rang vier waren absolut im Brennpunkt. Als Ersten erwischte es Löhner-Teamkollege Leonard Krippner (GER, BMW), der im 15-Minuten-Sprintrennen schon in der Startrunde umgedreht wurde, und das ausgerechnet von Ottaviani. Als Tabellensechster hatte Krippner vor dem Finale noch gute Chancen auf eine Top-5-Platzierung. Krippner, von Platz zwei gestartet, zeigte jedoch eine starke Aufholjagd und schaffte letztlich noch Rang sechs. Auch Teamkollege Hasse drehte sich raus und belegte am Ende nur den 21. Rang. Ferrari feierte einen Doppelsieg mit Siggy und Fiduci auf eins und zwei, Rang drei von Löhner war jedoch zu wenig, um die minimale Titelchance zu wahren. Max Pfeiffer (GER, TailoredRig Esports) war als Vierter der bestplatzierte Mercedes-AMG-Pilot vor dem Briten Isaac Price (BMW, BMW G2 Esports), Krippner und Ottaviani.

A. Ottaviano (#88) im Duell mit L. Krippner (#66). Foto: DTM Media

Vor dem 60-minütigen Langstreckenrennen eroberte Siggy die zweite Pole-Position des Tages. Der Slowene fuhr dem Feld auf und davon und gewann einmal mehr souverän. Fiduci setzte sich als Zweiter der Startaufstellung ebenfalls von Feld ab und sicherte sich so den dritten Meisterschaftsrang. „Ich bin total happy. Diese Platzierung habe ich nie erwartet. Im Finale habe ich nur 95 Prozent gegeben und diesen zweiten Platz sicher verwaltet“, so der 25-Jährige. Seine aufstrebende Form unterstrich auch Max Pfeifer (GER), der im letzten Saisonrennen seine erste Podiumsplatzierung eroberte. Dahinter allerdings ging es heiß her: Krippner und Hasse wurden erneut Opfer der rauen Gangart und fielen weit zurück. Löhner, nun ohne Titeldruck fahrend, stellte sich fortan in den Dienst des Dörr-Teams, lieferte sich mit Ottaviani ein beinhartes und teils zauberhaftes Duell, während Krippner in einer Gala-Vortellung immer weiter Boden gutmachte und sich an Löhner heranpirschte, der ihn letztlich passieren ließ. Ottaviani wehrte sich mit Händen und Füssen, teils auch überhart, weshalb der Ferrari-Pilot noch eine nachträgliche Bestrafung durch die Rennleitung fürchten muss, die ihm die Teilnahme am Shoot-out kosten könnte. Ottaviani verteidigte Rang vier knapp vor dem starken, aber glücklosen Krippner, Hasse rettete mit Rang zehn den fünften Meisterschaftsplatz, während Löhner nach einem Dreher in der letzten Runde nur Zwölfter wurde. „Dieser Tag ist nicht so glücklich für mich verlaufen“, resümierte Löhner enttäuscht. „Zum Schluss habe ich für meine Teamkollegen gekämpft.“

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Kevin Siggy als neuer DTM-Esports-Champion verbuchte souveräne 466 Punkte für sich, Moritz Löhner wurde mit 366 Punkten Vizemeister vor Gianmarco Fiduci (293). Alessandro Ottaviani ist mit 251 Punkten vorerst Vierter, nur einen Punkt vor Florian Hasse (250). Aufgrund ausstehender Entscheidungen der Rennleitung kann sich aber auch Leonard Krippner (245) als Sechster noch Hoffnungen auf eine Teilnahme am Shoot-out um das DTM-Trophy-Cockpit machen.

Bester der drei Qualifikanten aus dem DTM-Esports-Cup war Julien Fox (GER) im BMW vom Team TR powered by Greekz Energy als 15. des Langstreckenrennens.

Quelle: DTM Media

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