Rovanperäs Angriff am Samstagabend lässt die Rivalen der Rallye Schweden hinter sich (Video)

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Kalle Rovanperä führte die Rallye Schweden am Samstagabend an, nachdem eine atemberaubende Fahrt in der Dunkelheit seine Konkurrenten am Ende eines weiteren schnellen und furiosen Wettkampftages auf Distanz gebracht hatte.

Fünf verschiedene Fahrer führten diese zweite Runde der FIA Rallye-Weltmeisterschaft auf der ersten Etappe am Freitag an, aber der Finne übernahm am Samstagmorgen zum zweiten Mal die Kontrolle und wehrte einen Angriff von Elfyn Evans, Teamkollege von Toyota GR Yaris, ab.

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Rovanperä führte Evans mit nur 1,2 Sekunden Vorsprung an, wobei noch zwei Geschwindigkeitstests ausstanden. Als die Nacht hereinbrach, erhöhte er das Tempo weiter, um beide Etappen zu gewinnen und seinen Vorsprung auf 8,3 Sekunden auf den Waliser auszubauen, wobei die kurze letzte Etappe am Sonntag noch aussteht.

Rovanperä verwies in der Eröffnungs-Wertungsprüfung den über Nacht führenden Thierry Neuville und lag zur Halbzeit des Tages fast fünf Sekunden hinter dem Ziel. Evans schlug beim zweiten Durchgang der Straßen zurück, nur damit sein Kollege im Dunkeln einen möglicherweise entscheidenden Schlag versetzte.

„Ich wusste, als wir auf der ersten Etappe am Nachmittag etwas verloren haben, mussten wir uns wehren“, erklärte Rovanperä. „Es sollte immer 100 Prozent Einsatz sein, aber auf der letzten Etappe waren es glaube ich 105 oder 110 Prozent! Es waren wirklich schwierige Bedingungen und ich bin froh, dass ich fehlerfrei durchgekommen bin. Morgen wird es noch einen großen Kampf geben.“

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Thierry Neuville (BEL) und Martijn Wydaeghe (BEL), Hyundai Shell Mobis. Foto: Red Bull Content Pool

Evans gewann zwei der sechs Etappen im Vergleich zum Triple von Rovanperä, verspielte aber in der letzten Kurve des Abschlusstests beinahe seine Chance. Genau an der Stelle, an der sich der Zielbalken befand, durchpflügte er eine Schneewehe und legte die letzten Meter bis zur Stopplinie auf einer Straße parallel zur Etappe zurück.

Neuville blieb den beiden Toyota-Fahrern dicht auf den Fersen, bis ein Überschießen im letzten Test am Morgen 10 Sekunden kostete und ihn auf den vierten Platz zurückwarf. Eine temperamentvolle Aufholjagd beförderte ihn zurück auf den dritten Platz, aber er endete in seinem Hyundai i20 N mit 21,7 Sekunden Rückstand auf die Führung.

Der Belgier hatte 4,2 Sekunden Vorsprung auf den dritten GR Yaris von Esapekka Lappi. Der Finne fiel im Laufe des Tages aus dem Führungskampf heraus und schloss fast 1 Minute 20 Sekunden vor dem ähnlichen Auto von Takamoto Katsuta ab.

Adrien Fourmaux (FRA) und Alexandre Coria (FRA), M-SPORT FORD WORLD RALLY TEAM. Foto: Red Bull Content Pool

Der japanische Fahrer profitierte von einem Gasproblem für Oliver Solberg, der 90 Sekunden nach dem Hinken durch die letzte Etappe in seinem i20 N zurückfiel. Solberg kassierte auch eine Strafe von 2 Minuten und 40 Sekunden, weil er zu spät zum Test kam, nachdem er an Reparaturen am vorhergehenden Verbindungsabschnitt gearbeitet hatte.

Gus Greensmith wurde Sechster in einem Ford Puma. Durch Solbergs Problem und ein Motorproblem von Teamkollege Adrien Fourmaux machte er in der Schlussetappe zwei Plätze gut, was den Franzosen fast fünf Minuten kostete und ihn aus der Rangliste warf.

Zwei Etappen nordwestlich von Umeå werden im Finale am Sonntag zweimal gefahren, insgesamt 56,84 km. Den Abschlusstest bildet die Bonuspunkte-zahlende Wolf Power Stage.

Top 10 am Samstag:
End of day two (Saturday):
1 Kalle Rovanperä/Jonne Halttunen (Toyota GR YARIS Rally1) 1h45m26.7s
2 Elfyn Evans/Scott Martin (Toyota GR YARIS Rally1) +8.3s
3 Thierry Neuville/Martijn Wydaeghe (Hyundai i20 N Rally1) +21.7s
4 Esapekka Lappi/Janne Ferm (Toyota GR YARIS Rally1) +25.9s
5 Takamoto Katsuta/Aaron Johnston (Toyota GR YARIS Rally1) +1m44.8s
6 Gus Greensmith/Jonas Andersson (Ford Puma Rally1) +2m48.1s
7 Oliver Solberg/Elliott Edmondson (Hyundai i20 N Rally1) +5m19.9s
8 Andreas Mikkelsen/Torstein Eriksen (Škoda Fabia Rally2 evo) +5m33.5s
9 Ole Christian Veiby/Stig Rune Skjærmoen (Volkswagen Polo GTI R5) +5m44.4s
10 Nikolay Gryazin/Konstantin Aleksandrov (Škoda Fabia Rally2 evo) +6m04.1s

Quelle: Red Bull Content Pool / Toyota Gazoo Media

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