Rasanter Auftakt zur DTM Esports Championship: Heißes Duell zwischen Titelverteidiger Löhner und Ferrari-Pilot Siggy

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Atemberaubendes Herzschlag-Finale, furioser Ferrari-Einstand und erstklassiges Racing – die DTM Esports Championship erlebte einen Saisonauftakt nach Maß. Auf der virtuellen Rennstrecke von Imola, auf der die reale DTM im Juni ihren dritten Saisonlauf austragen wird, dominierten Titelverteidiger Moritz Löhner im BMW (MRS Esports) und der Slowene Kevin Siggy im Ferrari (Team Redline) das Geschehen. Souverän gewann Löhner das Sprintrennen über 15 Minuten vor Siggy und seinem Teamkollege Leonard Krippner. Im Endurance-Rennen über 60 Minuten musste Siggy während den letzten Runden heftige Attacken von Löhner abwehren, um Ferrari zur Premiere sogleich den ersten Sieg zu bescheren. Löhner wurde knapp geschlagen Zweiter vor Ferrari-Pilot Christopher Högfeldt (R8G Esports).

Der Tabellenstand nach dem Auftakt der DTM Esports Championship. Grafik: DTM Media

Das Debüt des Ferrari 488 GT3 evo 2020, möglich geworden aufgrund der lang ersehnten Lizenzierung durch DTM-Partner RaceRoom, fiel mehr als überzeugend aus. In beiden Rennen platzierten sich jeweils fünf Ferrari in den Top 10, und neben dem Endurance-Sieg eroberte Kevin Siggy in beiden Qualifyings über je zehn Minuten die Pole-Positions. Das bescherte Siggy wertvolle Zusatzpunkte, so dass er in 14 Tagen beim zweiten Lauf auf dem virtuellen Norisring, dem nur 2,3 Kilometer langen Stadtkurs in Nürnberg, als erster Tabellenführer der DTM-Esports-Saison 2022 antreten wird. Mit 80 Punkten führt Siggy vor Löhner mit 75 Zählern und dem Briten Isaac Price (49/BMW G2 Esports). Den besten Fünf winkt am Ende der sechs Saisonrennen die Teilnahme an einem Sichtungsevent mit der einzigartigen Chance auf den Aufstieg vom virtuellen in den realen Motorsport in ein Cockpit in der DTM Trophy 2023, der Talentschmiede auf der DTM-Plattform.

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„Ich hatte Glück, dass am Anfang des Endurance-Rennens etwas langsamere Jungs Moritz aufgehalten haben, dadurch hat er Zeit verloren. Über den Ausgang bin ich echt happy“, war sich Siggy durchaus bewusst, dass sein Sieg am Ende nicht nur äußerst knapp, sondern auch etwas glücklich war. Denn Moritz Löhner, der DTM-Esports-Champion des Vorjahres, zeigte sich auf dem ebenso traditionsreichen wie anspruchsvollen Kurs von Imola bestens aufgelegt. Im Sprintrennen rückte der 23 Jahre alte Münchner vom dritten Startplatz schon in der Startrunde an die zweite Position vor, bis er nach fünf Rennminuten mit einem blitzsauberen Manöver in der Villeneuve-Passage am Ferrari vorbeizog und fortan den Sieg nach Hause fuhr, vor Siggy und Krippner.

Beim Start zum Endurance-Rennen, der wie in der realen DTM in Zweier-Formation rollend ausgeführt wurde, war Löhner vom siebten Startplatz aus zunächst mitten im Getümmel, lieferte dann jedoch herzerfrischende Überholmanöver, um sich Platz für Platz nach vorne zu schieben. Schon nach dem ersten Renndrittel bog Siggy früh zum Pflichtreifenwechsel in die Boxengasse ab, so dass Löhner die Führung übernahm. Nach seinem Boxenstopp kam Löhner als Dritter hinter den beiden Ferrari von Siggy und Högfeldt zurück auf die Strecke, um zunächst Högfeldt souverän zu passieren und dann Jagd auf Siggy zu machen. Runde für Runde verkürzte er den Abstand um Sekundenbruchteile, so dass es in den letzten Runden zum großen Showdown kam. Löhner startete mehrere Angriffe auf den Ferrari, es war ein echter Krimi, jedoch letztlich ohne Happyend für Löhner. „Das war ein geiler Auftakt! Die Aufholjagd vom siebten Startplatz hat richtig Spaß gemacht, am Ende hat vielleicht eine Runde gefehlt. Auf jeden Fall muss ich im Training am Qualifying arbeiten“, so Löhner. „Jetzt habe ich mega Bock auf den Norisring, meine Heimstrecke, auch wenn ich befürchte, dass der Ferrari größere Vorteile haben wird.“ Für seine mit 1:40,291 Minuten mit Abstand schnellste Rennrunde wurde Moritz Löhner zudem mit dem „Fastest Lap Award powered by MediaMarkt“ ausgezeichnet. Sein Teamkollege Florian Hasse war als Achter im Sprint und Fünfter im Langstrecken-Rennen jeweils der zweitbeste Deutsche.

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Das imposante Starterfeld mit 29 Sim-Racern aus zehn Nationen, hervorgegangen aus insgesamt rund 20.000 Bewerbern, lag in beiden Rennen erstaunlich eng beisammen, und auch im Mittelfeld gab es knallharte Positionskämpfe. „Ich bin schwer beeindruckt. Das war super spannend, aber absolut fair“, kommentierte Ex-DTM-Champion Martin Tomczyk, der den Zuschauern des zweisprachigen YouTube-Livestreams den 4,909 Kilometer langen Kurs im Autodromo Enzo e Dino Ferrari vorstellte. Beachtlich schlugen sich auch Alex Mosin, Florian Bodin und Julien Fox, die sich über den DTM-Esports-Cup von DTM-Partner MediaMarkt qualifiziert hatten. Mit dem Ferrari  konnte Bodin aufgrund eines späten Boxenstopps sogar einige Führungsrunden genießen, als 20. war er am Ende auch Bester des Trios, unmittelbar vor Mosin und Fox.

Die weiteren Termine zur DTM Esports Championship

  • 24. März – Norisring (GER)
  • 07. April – Lausitzring (GER)
  • 10. April – Spa-Francorchamps (BEL)
  • 21. April – Red Bull Ring (AUT)
  • 28. April – Portimão (POR)

Quelle: DTM Media

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