Przygonski und Gottschalk Tagesfünfte und neue Dakar-Sechste

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Hammeretappe gemeistert, in der Gesamtwertung geklettert: Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk sind nach Etappe fünf der 2022er-Rallye-Dakar nach Tagesrang fünf nicht nur Sechste der Gesamtwertung, das polnisch-brandenburgische Duo hat für die kommenden Tage die Top Fünf fest im Visier. Nur noch 2.32 Minuten trennen die „Dakar“-Vierten des Vorjahres von Platz fünf. Auf der ersten von zwei Schleifen rund um Riad, die Hauptstadt Saudi-Arabiens, gehörten Przygonski/Gottschalk dank eines guten Resultates am Vortag zu den ersten sieben Fahrzeugen, die die Route eröffnen durften. Von diesen ersten sieben gestarteten Duos – darunter die souveränen Gesamtführenden Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (QAT/FRA, Toyota) und ausnahmslos Favoriten auf Tageserfolge – erzielten sie die zweitbeste Zeit und ließen damit beinahe alle tags zuvor Besserplatzierten auf der Wertungsprüfung hinter sich. Der Tagessieg ging an die weit hinten gestarteten Henk Lategan/Brian Cummings (ZAF/ZAF, Toyota).

Jakub „Kuba“ Przygonski / Timo Gottschalk (POL / GER), Mini JCW Buggy. Foto: Gerdes Media / MCH Photo

Am Dreikönigstag führte die Route der Rallye Dakar in einer Schleife um Riad. Die Besonderheit dabei: Autos und Motorräder fuhren und fahren den heutigen fünften Abschnitt sowie Etappe sechs jeweils getrennt voneinander, und jeweils die Schleife der anderen Zunft am Tag danach. Eine Premiere. Für den Donnerstag bedeutete das: Es gab keinerlei Spuren der Motorräder zur Orientierung bei der Navigation. Die stellte die Beifahrer aber auch ohne diese Spezialität auf eine besonders harte Probe. Auf einen ultra-schnellen Auftakt im offenen Gelände folgte eine extrem langsame, Trial-arte Zone mit viel Geröll. Besonders knifflige Navigation erwartete die Teilnehmenden auf Sandpisten mit versteckt liegenden Steinen, die teils durch Canyons führten. Zwischen Kilometer 170 und 300 waren angesichts schwieriger Dünenquerungen vorallem die Fahrer gefragt. Dünen wechselten sich zum Ende hin mit Sandpisten in malerischen Tälern ab, ehe ein Zielsprint mit hohem Tempo anstand.

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Jakub „Kuba“ Przygonski: „Heute war die Navigation extrem schwierig. Diesmal haben wir Autos die Prüfung eröffnet. Wir haben uns aber präzise da durch gefunden. Erfreulich, denn jetzt sind wir wieder zurück im Spiel. Die Zusammenarbeit mit Timo war heute erstklassig, auch wenn die Flut von Informationen manchmal sehr groß war.“

Timo Gottschalk: „Ordentliche Stage! Diesmal ohne Spuren der Motorradfahrer, was es diesmal sogar leichter machte, Abzweige im Roadbook zu erkennen. Trotzdem extrem schwierige Navigation, aber die Teams vor uns haben da einen guten Job gemacht. Hier und da musste man etwas mehr links oder rechts fahren, um einen Wegpunkt zu finden. Kuba hat dazu das perfekte Tempo gefunden und doch das Material geschont, super. Mit dem Ergebnis sind wir recht zufrieden.“

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Jakub „Kuba“ Przygonski / Timo Gottschalk (POL / GER), Mini JCW Buggy. Foto: Gerdes Media / MCH Photo

Informationen Rallye Dakar 2022

Vorläufiger Gesamtstand nach Etappe 05

01  Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (QAT/FRA, Toyota) 17:24.23 Std.
02  Sébastien Loeb/Fabian Lurquin (FRA/BEL, Prodrive) 17:59.33 Std.
03  Lucio Alvarez/Arman Monleon (ARG/ESP, Toyota) 18:15.38 Std.
04  Yazeed Al-Rahji/Michael Orr (KSA/GBR, Toyota) 18:30.46 Std.
05  Vladimir Vasilyev/Oleg Uperenko (RAF/LVA, BMW) 18:32.15 Std.​
06  Jakub „Kuba“ Przygonski/Timo Gottschalk (POL/GER, Mini) 18:34.47 Std.

Prüfungskilometer: 1.806 von 4.123 km
Verbindungsetappen: 2.073 von 4.280 km
Gesamtkilometer: 3.879 von 8.403 km

Quelle: Gerdes Media
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