Porsche TAG Heuer Esports Supercup 2022, Lauf 6, Montreal (CAN): Diogo C. Pinto verteidigt Tabellenführung im Porsche Esports

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Der Australier Dayne Warren hat das Hauptrennen des Porsche TAG Heuer Esports Supercup (PESC) auf dem Circuit Gilles Villeneuve gewonnen. Der Coanda-Fahrer übernahm mit der virtuellen Version des 375 kW (510 PS) starken Porsche 911 GT3 Cup von der Pole-Position aus die Führung und behauptete sie bis ins Ziel. Den Sprint auf dem kanadischen Stadtkurs hatte sich zuvor der US-Amerikaner Zac Campbell (VRS) gesichert. In der Meisterschaftswertung konnte Diogo C. Pinto aus Portugal (Porsche24 Team Redline) die Tabellenspitze mit einem sechsten und einem dritten Rang festigen. In den beiden Allstars-Rennen im Vorprogramm triumphierte jeweils der Content Creator Tyson „Quirkitized“ Meier aus den USA. Der internationale Esports-Markenpokal von Porsche nutzt die Simulationsplattform iRacing.

Porsche 911 GT3 Cup (Esports), Porsche TAG Heuer Esports Supercup, Circuit Gilles Villenueve (CAN), Dayne Warren (AUS), #57, Coanda, Start. Foto: Porsche Motorsport

Als Sieger des Qualifyings war Dayne Warren zunächst der Verlierer des Starts in das Sprintrennen: Von der Pole-Position kehrte er nur als Neunter aus der ersten Runde zurück. Die Führung hatte der Brite Kevin Ellis jr. (Apex Racing Team) vor Zac Campbell und den beiden britischen Oracle Red Bull Racing-Fahrern Sebastian Job und Graham Carroll übernommen. Diese Reihenfolge blieb bis zum zehnten von zehn Umläufen konstant. Dann setzte sich Campbell nach einem spannenden Rad-an-Rad-Duell neben Ellis, behielt in der letzten Schikane die Oberhand und fuhr zum Sieg. Diogo C. Pinto überquerte die Ziellinie als Sechster hinter dem Deutschen Maximilian Benecke (Porsche24 Team Redline). Der Portugiese war als Tabellenführer auf dem Circuit Gilles Villeneuve angetreten.

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Porsche 911 GT3 Cup (Esports), Porsche TAG Heuer Esports Supercup, Circuit Gilles Villenueve (CAN), Salva Talens (E), #4, MSi eSports, Dayne Warren (AUS), #57, Coanda. Foto: Porsche Motorsport

Dayne Warren hatte am Ende doch noch Glück: Nach einem Unfall des Spaniers Alejandro Sánchez (SDK Gaming) rückte er auf den achten Rang vor. Und da die ersten Acht das Sprints in umgekehrter Reihenfolge ins Hauptrennen starten, stand er für den 20-Runden-Lauf erneut auf der Pole-Position. Diesen Vorteil münzte der Australier direkt um: Er setzte sich an die Spitze und verteidigte die Führung ohne große Schwierigkeiten gegen seine Verfolger Salva Talens (E/MSi eSports), Pinto und Benecke. Ellis hatte sich an Carroll vorbei auf Platz fünf gepresst, der wenig später an Job auch die sechste Position verlor. Kurz vor Schluss übernahm Sprint-Sieger Campbell Rang sechs von Job.

In dieser Formation brachte die Spitze das vergleichsweise unaufgeregte Hauptrennen auf dem 4,361 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs zu Ende: Warren ließ sich als Sieger feiern, Talens überraschte mit Rang zwei vor Pinto. Der Portugiese baute seine Tabellenführung im Porsche TAG Heuer Esports Supercup mit diesem Ergebnis weiter aus: Er führt nun mit 320 Punkten vor Ellis (299), der Job (291) zu Beginn der zweiten Saisonhälfte des PESC auf Platz zwei ablöste.

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Porsche 911 GT3 Cup (Esports), Porsche TAG Heuer Esports Supercup, Circuit Gilles Villenueve (CAN), Dayne Warren (AUS), #57, Coanda. Foto: Porsche Motorsport

Tyson „Quirkitized“ Meier sichert sich in Montreal beide Allstars-Siege
Auch in Kanada stand den Content Creator für die Allstar-Rennen im Vorprogramm des Porsche Esports Supercup wieder der 313 kW (425 PS) starke 718 Cayman GT4 CS zur Verfügung. Der erste Lauf begann mit einer Überraschung: Tabellenführerin Emily Jones hatte sich nur für die fünfte Startposition qualifiziert – und wurde schon auf den ersten Metern von einem querstehenden Konkurrenten in die Streckenbegrenzung befördert. Diese Steilvorlage ließ sich Tyson „Quirkitized“ Meier nicht entgehen: Der US-Amerikaner fuhr von der Pole-Position einen klaren Start-Ziel-Sieg vor Xabier „Heikki360ES“ Sanchez aus Spanien und dem Deutschen Dan „Suzuki“ Sosulski ein. „Emree“ Jones musste sich mit Rang sieben begnügen.

Porsche 911 GT3 Cup (Esports), Porsche TAG Heuer Esports Supercup, Circuit Gilles Villenueve (CAN), Diogo C. Pinto (P), #44, Porsche24 Team Redline. Foto: Porsche Motorsport

Für den zweiten Lauf stellten sich die Teilnehmer wieder in umgekehrten Reihenfolge des vorherigen Zieleinlaufs auf. Für Meier bedeutete dies: Startplatz zwölf. Aus der ersten Runde kam „Quirkitized“ bereits als Sechster zurück, zwei Umläufe später war er Dritter hinter Matt Malone und Emily Jones. Bei dem Versuch der Australierin, den Führenden auszubremsen, mischte sich auch Meier ein – und drehte sich nach einer Berührung. Dies warf ihn nur kurzfristig auf die vierte Position zurück. Kaum hatte sich der Amerikaner an dem Spanier Borja Zazo vorbei auf Rang drei vorgearbeitet, kam es an der Spitze erneut zum beinharten Duell mit Kontakt. „Quirkitized“ und Zazo profitierten und übernahmen Platz eins und zwei vor Jones. Für ihre robuste Fahrweise erhielt sie jedoch eine Zeitstrafe wurde als Neunte gewertet. Malone machte wenig später Bekanntschaft mit der „Wall of Champions“ eingangs der Start-Ziel-Geraden und fiel ebenfalls weit zurück. Rang drei ging auf diese Weise an den Deutschen Mathieu „rAii“ Wacker von DiePixelHelden.

Spektakel auf der „Ardennen-Achterbahn“: PESC blickt Belgien entgegen
Eau Rouge, Raidillon und Blanchimont: Der Circuit de Spa-Francorchamps zählt auch für den Porsche TAG Heuer Esports Supercup (PESC) zu den spektakulärsten Kursen des Jahres. Am 23. April hält die weltweite Esports-Meisterschaft auf der Simulationsplattform iRacing ihren siebten Saisonlauf auf der 7,004 Kilometer langen „Ardennen-Achterbahn“ ab. Für die 35 Simracer kommt es angesichts der schnellen Kurvenkombinationen und starken Kompressionen, langen Vollgaspassagen und der engen Spitzkehre La Source am Ende der Start-Ziel-Geraden vor allem auf fahrerisches Können an. Zugleich ist aber auch viel Feingefühl bei der Abstimmung des digitalen Porsche 911 GT3 Cup gefragt. In 14 Tagen steht ein Sprint über sechs und das Hauptrennen über zwölf Runden auf dem Programm. Sebastian Job darf sich auf den virtuellen Abstecher nach Belgien freuen: 2019 fuhr der ehemalige PESC-Champion in beiden Rennen die schnellste Runde, 2020 und 2021 holte er sich an Ort und Stelle jeweils einen Doppelsieg.

Porsche 911 GT3 Cup (Esports), Porsche TAG Heuer Esports Supercup, Circuit Gilles Villenueve (CAN), Graham Carroll (GB), #21, Oracle Red Bull Racing Esports. Foto: Porsche Motorsport

Die Content Creator aus der Esport-Szene tragen auch in Spa-Francorchamps zwei Allstars-Rennen aus. Nach jeweils drei Veranstaltungen mit dem virtuellen 911 GT3 Cup und dem 718 Cayman GT4 CS gehen sie in den Ardennen erstmals mit dem rund 367 kW (500 PS) starken 911 GT3 R an den Start. Ihr Qualifying eröffnet am 23. April ab 19:30 Uhr (MESZ) das Live-Streaming. Für die darauffolgenden beiden Läufe schaltet die Ampel um zirka 19:45 Uhr respektive 20:05 Uhr auf Grün. Der Porsche TAG Heuer Esports Supercup führt das Renngeschehen dann gegen 21:15 Uhr fort.

Stimmen nach dem Rennen
Tyson „Quirkitized“ Meier (USA):
„Was für ein Rennen! Ich muss meinem Coach Tony Kanaan dafür danken, dass er mir sehr nützliche Tipps gegeben hat. Der wichtigste: bleib ruhig, konzentrier dich und fahr einfach. Tony, dieser Sieg ist für dich!“

Zac Campbell (USA/VRS): „Seite an Seite mit einem anderen Fahrer in die letzte Schikane einzubiegen, geht auf dieser Strecke selten gut. Zum Glück hat Kevin Ellis nachgegeben. Danke an ihn, dass mich er dort nicht ernsthaft attackiert hat. Ich denke, dabei hätte ich den Kürzeren gezogen.“

Dayne Warren (AUS/Coanda): „Ich habe im Sprintrennen einen kleinen Fehler gemacht, der mir wenigstens die Pole-Position für das Hauptrennen einbrachte. Es ist immer schwer, wenn man ganz vorne fährt und eine Meute von mehr als 30 Autos hinter sich hat. Ich habe versucht, ruhig zu bleiben und eine saubere Linie zu fahren. Dieser Sieg ist wirklich großartig.“

Salva Talens (E/MSi eSports): „Ich bin ein bisschen enttäuscht – ich denke, ich hatte heute eine Chance auf den Sieg. Auf dieser Strecke ist Überholen fast unmöglich. Die beste Stelle ist die Kehre. Aber Dayne kam aus der Schikane davor immer perfekt heraus. So habe ich es nicht geschafft, dicht genug für eine Attacke hinter ihm zu bleiben. Ich wollte ihn in einen Fehler treiben, aber das ist mir nicht gelungen.“

Diogo C. Pinto (P/Porsche24 Team Redline): „Insgesamt bin ich zufrieden. Nur mein Qualifying war nicht so gut. Im Sprint lag für mich so nur der sechste Rang in Reichweite. Immerhin konnte ich dadurch aus Startposition drei ins Hauptrennen gehen. Ich habe meine Reifen geschont, um am Ende noch attackieren zu können. Aber ich war heute einfach nicht schnell genug, um irgendetwas zu erzwingen.“

Ergebnisse
Circuit Gilles Villeneuve, Sprintrennen

1. Zac Campbell (USA/VRS)
2. Kevin Ellis jr. (GB/Apex Racing Team)
3. Sebastian Job (GB/Oracle Red Bull Racing Esports)
4. Graham Carroll (GB/Oracle Red Bull Racing Esports)
5. Maximilian Benecke (D/Porsche24 Team Redline)

Circuit Gilles Villeneuve, Hauptrennen
1. Dayne Warren (AUS/Coanda)
2. Salva Talens (E/MSi eSports)
3. Diogo C. Pinto (P/Team Redline)
4. Maximilian Benecke (D/Porsche24 Team Redline)
5. Kevin Ellis jr. (GB/Apex Racing Team)

Punktestand nach 6 von 10 Wertungsläufen
1. Diogo C. Pinto (P/Team Redline), 320 Punkte
2. Kevin Eliis jr (GB/Apex Racing Team), 299 Punkte
3. Sebastian Job (GB/Oracle Red Bull Racing Esports), 291 Punkte

Quelle: Porsche Motorsport

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