Kämpfe auf höchstem Level und der große Showdown von Oschersleben

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Die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) gehört in Oschersleben wie das Feuer zur Flamme. Die deutschlandweiten Unwetter verschonten die Magdeburger Börde. Ein Mix aus Wolken und Sonne ließ die Rennen in Deutschlands höchster Motorradserie zum Erlebnis auf und an der Rennstrecke werden.

Die Top-Stars in der Königsklasse Superbike machten den Kampf auf den über 200 PS starken Motorrädern unter sich aus: Florian Alt auf der Wilbers-BMW und Markus Reiterberger (BCC-alpha-Van Zon-BMW) waren die heißen Favoriten auf den Sieg. Alt hatte nach dem wegen technischer Defekte völlig verkorksten Saisonauftakt auf dem Lausitzring viel aufzuholen. Reiterberger dagegen war dort ein Doppelsieg gelungen. Doch der Bayer wusste, dass Alt ihm Paroli bieten würde, wenn alles passt. Das geschah im ersten Lauf des Tages. Die beiden BMW-Fahrer lieferten sich ein Nerven zerreißendes Duell. In der letzten Runde gelang Alt die entscheidende Attacke auf Reiterberger. Der 26-Jährige bescherte Alt seinem Team, allen voran Chef Benny Wilbers einen Tag nach dessen 70. Geburtstag, den so ersehnten ersten Saisonsieg.

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Foto: IDM Presse

Reiterbergers Revanche folgte im zweiten Lauf. Die Startaufstellung erfolgte in den ersten drei Reihen in umgekehrter Reihenfolge des ersten Zieleinlaufs. Alt stand somit auf Position neun, Reiterberger auf acht. Dem Meisterschaftsführenden gelang ein Traumstart. Schon nach zwei Kurven war er an der Spitze des Feldes zu sehen. Alt brauchte länger, um freie Fahrt zu haben. An Reiterberger kam er zwar nicht mehr heran, aber er spielt wieder mit im Kampf um die Superbike-Krone. Mit Vladimir Leonov (Hertrampf Mo Yamaha Racing) hat jetzt auch der dritte Top-Star ins Geschehen eingegriffen und sorgt auf einer Yamaha für Abwechslung. Er stieg nach beiden Rennen als Dritter aufs Podest. Gold wert ist aber auch die Konstanz in den Rennen. Für Toni Finsterbusch (GERT56) zahlen sich nach einem erfolgreichen Saisonauftakt auch zwei vierte Plätze in Oschersleben mit dem zweiten Platz in der Gesamtwertung aus. In der IDM Superbike ist an der Spitze Europas Elite am Start. Für den Japaner Hikari Okubo waren die Rennen eine große Erfahrung. Ihm gelang auf der Honda des HRP-Teams in beiden Läufen der Sprung in die Top Ten. In vier Wochen, vom 24. bis 26. Juni 2022, werden die Kämpfe im tschechischen Most fortgesetzt.

In der IDM Supersport blieb Max Enderlein (M32 Racing) erneut ungeschlagen. Seine bisherige Bilanz: vier Rennen, vier Siege. Der Sachse bekam in der Motorsport Arena aber erstmals Druck von Andreas Kofler (Kawasaki Schnock Team Motorex). Der Österreicher wuchs über sich selbst hinaus. Der 17-Jährige qualifizierte sich zum ersten Mal in seiner Supersport-Karriere für einen Platz in der ersten Startreihe und einen Tag später stand er auf dem Siegerpodest. Mit Luca de Vleeschauwer (Kawasaki Weber-Motos Racing) beginnt ein weiterer Nachwuchsstern zu strahlen. Der 19-jährige Belgier fuhr im vergangenen Jahr noch in der kleineren Klasse IDM Supersport 300 und jetzt stand er als Rookie in der IDM Supersport wie schon in der Lausitz auf dem Podium – und das sogar auf dem zweiten Platz. Seinen bisher größten Erfolg konnte auch Chris Beinlich (Roto-Store BRT) verbuchen: ein dritter Platz im ersten Rennen. Und was ist mit dem Titelfavoriten Thomas Gradinger aus Österreich, der die IDM als optimales Sprungbrett für die Rückkehr in die Supersport-Weltmeisterschaft nutzen will? Der 25-jährige Yamaha-Fahrer vom Team Eder-Racing hat sich verletzt. Bei einem Highsider in der Einführungsrunde des ersten Supersport-Rennens brach er sich die Speiche in der rechten Hand.

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In der IDM Supersport 300 dominierte KTM an diesem Wochenende erneut. Scott Deroue und Walid Khan vom Team Freudenberg KTM-Paligo Racing gingen als Sieger hervor. Titelfavorit Marvin Siebdrath (Füsport – RT Motorsports by SKM – Kawasaki) konnte nach dem ersten Rennen mit dem zweiten Platz zwar seine Führung in der Gesamtwertung ausbauen, weil er im zweiten Rennen jedoch patzte und punktemäßig leer ausging, führt als neuer Spitzenreiter Leo Rammerstorfer (Team Freudenberg KTM-Paligo Racing) die Meisterschaft an. Zwischen ihm und Siebdrath liegen aktuell zwei Punkte. Mit Máté Számadó (Hungarian Racing Engineering Team) sah man am Wochenende ein neues Gesicht auf dem Siegerpodest. Der einzige Ungar im Fahrerfeld schaffte es im zweiten Rennen auf Rang drei. Der 16-Jährige feierte damit sein erstes Podium in der IDM.

Quelle: IDM Presse

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