Großer Preis von Ungarn 2022: Zahlen & Fakten

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Der Große Preis von Ungarn gehört für gewöhnlich zu den heißesten Rennwochenenden des Jahres. Die durchschnittliche Luft- und Streckentemperatur beträgt 27°C respektive 43°C. Der Hungaroring wurde vor einiger Zeit neu asphaltiert, was die meisten Bodenwellen beseitigte – allerdings ist dies nun schon wieder einige Zeit her, sodass der Streckenbelag langsam altert und sich wieder Unebenheiten bilden.

Grafik: Mercedes Motorsport

Die vielen Bremsvorgänge, sehr hohen Umgebungstemperaturen und die nur kurzen Geraden machen die Strecke sehr hart für die Bremsen. Zudem können die Fahrer aufgrund der geringen Überholmöglichkeiten im Verkehr steckenbleiben. Gleichzeitig begrenzt die niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem Hungaroring auch den Luftstrom, was alles zusammen genommen die Bremskühlung noch härter gestaltet.

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Von den 14 Kurven auf dem Hungaroring werden sechs links und acht rechts herum durchfahren. Viele dieser Kurven sind miteinander verknüpft, sodass es auf gute Richtungswechsel ankommt.Die Geraden auf dem Hungaroring sind sehr kurz und es kommt voll auf die Geschwindigkeit in den Kurven an. Entsprechend ist beim Fahrzeugsetup in Ungarn maximaler Abtrieb gefragt.Aufgrund seiner Natur als High-Downforce-Strecke erreichen die Autos auf dem Hungaroring mit 308 km/h einen der niedrigsten Topspeed-Werte der bisherigen Saison. Die F1-Autos fahren im Laufe einer schnellen Runde nur ungefähr zehn Sekunden lang geradeaus, die restlichen rund 65 Sekunden verbringen sie mit Kurvenfahrten.

Obwohl die Start-/Zielgerade in Ungarn eine der kürzesten im Rennkalender ist, ist der Weg von der Pole Position bis zur Bremszone für Kurve 1 mit 444 Metern einer der längsten des Jahres – nur Mexiko-Stadt, Imola, Barcelona und Monza sind noch länger. Die Streckencharakteristik schlägt sich auch im Volllastanteil nieder: Nur 65% der Rundenlänge auf dem Hungaroring werden mit Vollgas zurückgelegt, einer der niedrigsten Werte in der Formel 1.

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Die Kerbs in der letzten Kurve können sehr aggressiv sein, gleiches gilt für den Kerb am Ausgang von Kurve 11. Anders als auf schnelleren Strecken wie zuletzt in Spielberg werden die Kerbs in Ungarn jedoch bei niedrigeren Geschwindigkeiten überfahren. Die Schikane (Kurven 7 und 8) kann sich hingegen vor allem im Nassen als problematisch erweisen und die Fahrer überraschen. Aus den vielen langsamen Kurven kommt es stark auf eine gute Traktion an, weshalb vor allem die Hinterreifen auf dieser Strecke sehr stark beansprucht werden.

Die Strategie ist in Ungarn oftmals genau an der Grenze zwischen einem Ein-Stopp- oder einem Zwei-Stopp-Rennen. Sollten die Reifen gegen Ende eines Stints einbrechen, kann der Fahrer urplötzlich enorm viel Zeit verlieren.

Quelle: Mercedes Motorsport

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