Großer Preis von Frankreich 2022: Zahlen & Fakten

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Die Formel 1 reist zum zwölften Lauf der Saison 2022, den Großen Preis von Frankreich, an den Circuit Paul Ricard. Paul Ricard ist eine ganz andere Strecke und Herausforderung. Sie hat einen glatten Asphalt und eine breite Palette von Kurven-Typen sowie lange Geraden.

Der Große Preis von Frankreich kehrte 2018 in den Formel 1-Rennkalender zurück. Der Kurs bietet 247 mögliche Streckenkonfigurationen – von 0,8 km bis 5,86 km – und verfügt über eine eigene Bewässerungsanlage, die es ermöglicht, auf 64 der verschiedenen Layouts das Fahren bei nassem Wetter zu simulieren. Diese Vielzahl an Konfigurationsmöglichkeiten macht Paul Ricard als Teststrecke besonders interessant, denn man kann sie zu einer Art Monza oder Monaco oder einer Kombination aus beiden Strecken machen. In dieser Saison gastiert die Formel 1 zum 18. Mal auf dem Circuit Paul Ricard, der in der Königsklasse schon in drei verschiedenen Streckenvarianten befahren wurde: 5,810 km (1971-1985), 3,813 km (1986-1990) und 5,842 km (seit 2018). Damit zieht die Strecke in diesem Jahr mit Magny-Cours als häufigster Austragungsort des Frankreich Grand Prix gleich.

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Grafik: Mercedes Motorsport

Der Asphalt des Circuit Paul Ricard wurde regelmäßig erneuert und bietet im Vergleich zu anderen F1-Strecken ein sehr hohes Grip-Niveau. Zudem ist der Asphalt sehr dunkel, weshalb er in der Sonne sehr heiß wird und mit bis zu 55°C mit die höchsten Werte des Jahres erreicht. Der Circuit Paul Ricard weist einen extrem glatten Asphalt auf. Glatter Asphalt bedeutet aber auch, dass die Reifen sich nicht so schnell abnutzen, dafür allerdings schwieriger aufzuwärmen sind – bei letzterem helfen jedoch die normalerweise hohen Streckentemperaturen. Obwohl die Strecke allgemein sehr glatt ist, gibt es doch eine heftige Bodenwelle. Kurve 5 wurde für die Saison 2021 umgestaltet, mit der Absicht, sie in Richtung Scheitelpunkt leicht zu überhöhen, ähnlich wie Kurve 4 in Österreich, aber letztendlich gibt es jetzt eine Bodenwelle, wo die Strecke zwischen Kurve 4 und Kurve 5 vom Auto abfällt.

Von den 15 Kurven sind 6 Links- und 9 Rechtskurven; viele der Rechtskurven sind sehr lang, was vor allem den linken Vorderreifen besonders stark belastet. Alles in allem bietet der Circuit Paul Ricard eine gute Mischung aus schnellen, mittelschnellen und langsamen Kurven. Ein besonderes Merkmal der Strecke sind die farbigen, besonders griffigen Auslaufzonen, die traditionelle Kiesbetten ersetzen. Die blaue Zone ist nicht so abrasiv und bestraft den Ausflug neben die Strecke nur milde, während die rote Zone in der Nähe der Leitplanken viel abrasiver ist und die Autos effektiv verlangsamt. Bei beiden Farbzonen wird eine Mischung aus Asphalt und Wolfram verwendet, um eine abrasive Oberfläche zu schaffen, die dazu beiträgt, die Autos zu verlangsamen, wenn sie von der Strecke abkommen.

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Mit 424 Metern Länge ist die Boxengasse die drittlängste im aktuellen Formel 1-Kalender – nur Imola und Silverstone sind noch länger. Die maximalen seitlichen g-Kräfte erreichen die Fahrer mit 4,6g in der lang gezogenen Kurve 11.
Die Kühlung der Bremsen ist in Paul Ricard nicht so kritisch wie auf anderen Kursen, da sie zwischen den Bremszonen genügend abkühlen können, sodass Überhitzung für sie kein besonderes Problem darstellt.

Quelle: Mercedes Motorsport

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