Formel 1-Finale: Zahlen & Fakten zum Abu Dhabi Grand Prix

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Der Abu Dhabi Grand Prix steht seit dem Jahr 2009 im Formel 1-Rennkalender. Damals war es das erste Rennen bei Abenddämmerung, dessen Start bei Sonnenuntergang stattfand. Der Yas Marina Circuit wird für das Rennen und die Abendsessions von rund 4.700 Leuchtkörpern beleuchtet.

Für die Saison 2021 wurde der Yas Marina Circuit modifiziert. Es gab Veränderungen an mehreren Streckenabschnitten, um den Kurs überholfreundlicher zu gestalten. Die Streckenlänge beträgt jetzt 5,281 km, bislang waren es 5,554 km.
Die alte Schikane in den Kurven 5 und 6 wurde entfernt. Die Fahrer umgehen diese jetzt und fahren direkt auf die folgende Haarnadel zu, die zusätzlich verbreitert wurde.

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Grafik: Mercedes Motorsport Media

Die engen und winkligen Kurven 11 bis 14 wurden durch eine lange, überhöhte Kurve ersetzt, gleichzeitig wurde der Radius der Kurven 17 bis 20 weiter geöffnet. Im vergangenen Jahr war die schnellste Rundenzeit am Rennwochenende des Abu Dhabi Grand Prix eine 1:35.246 Minuten, erzielt von Max Verstappen auf der alten Streckenführung. Mit dem neuen Streckenlayout erwarten wir, dass die Zeiten rund zehn Sekunden schneller sein werden. Die neue Strecke sollte die Überholmöglichkeiten erhöhen, vor allem beim Anbremsen und den Kurvengeschwindigkeiten.

Die modifizierten Streckenabschnitte besitzen eine neue Streckenoberfläche. Somit wird es eine Mischung aus altem und neuem Streckenbelag geben, welche die Teams berücksichtigen müssen. Dabei wird es schwierig, den optimalen Punkt für beide zu finden. Entsprechend müssen die Teams sich darauf konzentrieren, das Auto für die wichtigsten Streckenpassagen zu optimieren.

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Ähnlich wie in Bahrain, Katar und anderen Strecken mit einem veränderten Zeitplan, finden das erste und das dritte Training am Tag statt, das zweite Training, das Qualifying und das Rennen werden hingegen in der Nacht ausgetragen. Die Reifen und das Auto verhalten sich bei den wärmeren Temperaturen am Tag anders als am Abend. Auch das müssen die Teams bei der Abstimmung und dem Programm für die Trainings berücksichtigen. Die Boxengassenausfahrt ist die einzige in der Formel 1, die durch einen Tunnel führt. Beim Verlassen der Box fahren die Piloten unter der Strecke hindurch und kommen dann links von Kurve 2 heraus. Dabei kann es schwierig sein, andere Autos zu sehen, wenn man sich zur Kurvenmitte einfädelt.

Die langsamste Kurve ist Turn 6, sie wird mit rund 70 km/h durchfahren. Eine Kurve ist sogar noch langsamer, aber sie gehört nicht zu einer normalen Runde: Die Linkskurve vor der Boxeneinfahrt wird nur mit 60 km/h genommen.

Max Verstappen und Lewis Hamilton kollidieren beim Überholvorgang beim Saudi Arabien Grand Prix. Eine Kollision beider und ein Ausscheiden in Abu Dhabi würde Verstappen zum Weltmeister machen. Foto: Red Bull Content Pool/Lars Baron/Getty Images

Die beiden DRS-Zonen befinden sich auf zwei aufeinanderfolgenden Geraden, die durch eine Schikane voneinander getrennt werden. Beide haben einen eigenen Messpunkt. Dadurch kann es zu spannenden Zweikämpfen kommen, wenn ein Fahrer vor Kurve 6 überholt und sich dann in der nächsten DRS-Zone verteidigen muss.

Der neue Streckenverlauf ist nicht ganz so hart zu den Bremsen wie das bisherige Layout. Es gibt nur fünf Anbremsbereiche (vorher waren es sieben) und eine „starke“ Bremszone (anstelle von zwei). In einer „starken“ Bremszone wirken auf einen Fahrer für 0,4 Sekunden oder länger Kräfte von 4G oder mehr ein. Nur 64% der Rundenzeit wird auf dem Yas Marina Circuit mit Vollgas gefahren, das ist einer der niedrigeren Werte im diesjährigen Rennkalender. Aber es sind drei Prozent mehr als auf dem alten Streckenverlauf.

Einige F1-Teams bleiben nach dem Rennwochenende für einen Test in Abu Dhabi, der am Dienstag und Mittwoch stattfindet. Dabei kommen zwei Autos zum Einsatz. Das 2021er Auto darf nur an einem der beiden Tage eingesetzt werden und muss von einem Nachwuchsfahrer pilotiert werden. Zudem darf an beiden Tagen ein umgebautes Auto eingesetzt werden.

Quelle: Mercedes Motorsport Media

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