Ferrari dominiert auf dem virtuellen Norisring – Kevin Siggy souveräner Spitzenreiter in der DTM Esports Championship

Anzeige

Ferrari-Festival auf dem virtuellen Norisring: Die legendäre Sportwagen-Marke aus Maranello dominierte den zweiten Lauf zur DTM Esports Championship mit einem Sechsfach-Triumph im Sprintrennen und einem Vierfach-Erfolg im Langstrecken-Rennen. Mann des Tages war der Slowene Kevin Siggy aus dem Team Redline, der nach Rang zwei im Sprintrennen mit großen Vorsprung das 60-Minuten-Rennen gewann, während Titelverteidiger Moritz Löhner (BMW/Dörr Esports) ein enttäuschendes Heimspiel erlebte. Mit seinem zweiten Saisonsieg baute der 23-jährige Siggy seine Tabellenführung auf 160 Punkte aus und führt überlegen vor den Italienern Alessandro Ottaviani (R8G Esports/107) und Gianmarco Fiduci (Team Fordzilla/106). Damit machte Siggy einen großen Schritt, am Saisonende als einer der besten Fünf einen Test im realen Rennwagen zu erhalten mit der Chance, eine volle Saison in der DTM Trophy 2023 zu gewinnen.

Heiße Rennen auf dem virtuellen Norisring. Foto: DTM Media

Auf dem nur 2,3 Kilometer Stadtkurs in Nürnberg, auf dem sich im vergangenen Oktober Maximilian Götz beim großen Finale der realen DTM zum Champion kürte, lieferte die Sim-Racing-Serie auf der DTM-Plattform zwei mitreißende Rennen mit etlichen Fahrzeug- und Mauerkontakten sowie packenden Positionskämpfen. Götz, in Unterfranken zuhause, fieberte beim virtuellen Norisring-Rennen mit und zeigte sich von der Vorstellung der Esports-Rennfahrer-Kollegen beeindruckt. „Training und Rennen am Simulator gehört auch zu meiner Saisonvorbereitung“, berichtete der 36-Jährige, der vom 29. April bis 1. Mai in Portimão (POR) das Projekt Titelverteidigung startet.

Anzeige

Bereits beim zweiten Einsatz des Ferrari 488 GT3 evo 2020, erst zum Saisonauftakt in Imola vor zwei Wochen durch DTM-Partner RaceRoom lizenziert, führte kein Weg am „springenden Pferd“ und an Kevin Siggy vorbei. Mit seinem rot-schwarzen Ferrari mit der Startnummer elf eroberte Siggy in beiden Qualifyings die Pole-Position und somit sechs wertvolle Punkte. Auch im Sprintrennen über 15 Minuten erwischte Siggy einen perfekten Start und setzte sich immer weiter vom Feld ab. Den sicheren Sieg vor Augen, touchierte er kurz vor Rennende die Mauer ausgangs des Schöller-S und fiel auf Rang vier zurück. Zwar konnte er sich noch auf Position zwei vorkämpfen, aber der Sieg ging an seinen schwedischen Markenkollegen Christopher Högfeldt (R8G Esports), Dritter wurde Fiduci. Den Sechsfach-Triumph von Ferrari komplettierten Ottaviani, Adam Princzes (HUN/Arnage Competition) und David Nagy (HUN/M1RA Esports). Bester Deutscher war BMW-Pilot Florian Hasse (Dörr Esports) auf Rang sieben.

Florian Bodin (GER) im #87 MediaMarkt-Ferrari. Foto: DTM Media

Im Langstrecken-Rennen ließ Kevin Siggy nichts anbrennen, absolvierte sicher und abgeklärt etliche Überrundungen und lag im Ziel zwölf Sekunden vor Ottaviani und Fiduci, im Esports eine Welt. Trotz der Überlegenheit des Slowenen war das Rennen alles andere als langweilig. Ottaviani und Fiduci lieferten sich fast über die gesamte Dauer ein packendes, aber ungemein faires Duell mit unzähligen sehenswerten Positionswechseln. Dieses Mal wurde Ottaviani Zweiter vor Fiduci, Princzes vervollständigte den Ferrari-Vierfachsieg, während Hasse als Fünfter erneut bester Deutscher war. Wie schon im Sprintrennen unterstrichen erneut acht Autos in den Top 10 die Überlegenheit der Ferrari.

Anzeige

Den Positionskampf des Tages lieferte Moritz Löhner: Im Duell um Platz zwölf startete Löhner einen Angriff nach dem anderen, fand aber rundenlang keinen Weg vorbei am BMW von Landsmann Marc Gassner (MRS Esports). Schließlich griff Löhner tief in die Trickkiste, zog auf der Anfahrt zur Grundig-Kehre zunächst ganz nach außen und überraschte Gassner, als er spät auf die Innenbahn zog und sich mit einem atemberaubenden Manöver vorbeipresste. Mit seinem BMW war Löhner, in Imola mit Rang zwei und einem Sieg blendend in die Saison gestartet, auf dem Norisring wie zuvor befürchtet auf verlorenem Posten. Dazu kam auch noch Pech, so dass es nur zu den Plätzen 17 und zwölf reichte. „Der BMW war auf diesem Kurs nicht so stark, ich habe keine gute Performance abliefern können. Dazu kam Pech. Im ersten Rennen wurde ich am Start abgeschossen und gedreht, im zweiten Rennen habe ich selbst einen Fehler gemacht. Ich konnte jeweils einige Plätze gutmachen, aber nicht genug für einen möglichen Top-10-Platz“, analysierte Löhner, der mit höchstem Einsatz kämpfte und dabei seinen Puls gemäß Datenaufzeichnung auf über 130 hochjagte. In der Punktetabelle rutschte Löhner mit 90 Zählern von Rang zwei auf Rang fünf zurück.

Grafik: DTM Media

Ungewöhnlich gelöst kommentierte Kevin Siggy seinen Start-Ziel-Sieg und nahm auch seinen Mauerkontakt im ersten Rennen gelassen: „Dieser Fehler ist in über 500 Trainingsrunden nur zweimal passiert“, bekannte er mit einem Lächeln. „Der Ferrari war auf dem Norisring das stärkste Auto, auf den kommenden Strecken wird das wieder anders aussehen.“ Mit Blick auf seine Abstimmung wollte er sich nur ungern in die Karten schauen lassen, mehr als der Hinweis auf seine Flügelposition lies er sich nicht entlocken. Für seine Rundenbestzeit von 49,989 Sekunden erhielt Siggy zudem den Fastest Lap Award.

Wie schon in Imola war Florian Bodin auf den Plätzen 17 und 15 der Beste jenes Fahrertrios, das sich über den DTM Esports Cup von DTM-Partner MediaMarkt für die Meisterschaft qualifiziert hatte.

Der dritte von sechs Läufen zur DTM Esports Championship wird am 7. April auf dem DEKRA Lausitzring Turn 1 ausgetragen und wie immer im Livestream via YouTube sowie DTM Grid (grid.dtm.com) ab 19:05 Uhr mit deutschem und englischem Kommentar übertragen.

Quelle: DTM Media

error: Content ist geschützt!