Fakten zum 16. Saisonlauf der Formel 1 – Großen Preis der Türkei

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Der Weg von der Pole Position bis zur ersten Bremszone im Istanbul Park ist mit 170 Metern einer der kürzesten im Formel 1-Rennkalender. Die längste Strecke (891 Meter) haben die Fahrer gerade erst auf dem ‚Sochi Autodrom‘ in Russland zurückgelegt.

Formel 1 – Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis der Türkei Lewis HamiltonFoto: Mercedes Motorsport

Im Vergleich zu vielen anderen Strecken im aktuellen Rennkalender verbringen die Fahrer auf dem Istanbul Park nicht so viel Zeit unter Volllast. Nur 59% der Rundenzeit und 72% der Rundendistanz werden mit Vollgas gefahren.
Die ikonische Kurve 8 (mit ihren vier Scheitelpunkten) ist für die Fahrer und Fahrzeuge nicht mehr so eine große Herausforderung wie zwischen den Jahren 2005 und 2011. Der Grund dafür ist der höhere Abtrieb der Autos. Mit 4,6g sind die Fahrer in dieser Kurve aber weiterhin den höchsten seitlichen G-Kräften auf dieser Strecke ausgesetzt.

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Da die Strecke im Istanbul Park nicht so häufig verwendet wird wie andere F1-Austragungsorte und sie zudem vor dem Rennen im Vorjahr neuasphaltiert wurde, ist die Entwicklung der Strecke sehr hoch. Die Strecke ist also zu Beginn des Wochenendes noch frischer (oder „grüner“) und entwickelt mit jeder Runde mehr Grip, indem immer mehr Gummiabrieb liegen bleibt.

Der neue Streckenbelag, die sehr kühlen Temperaturen und der Regen am Samstag und Sonntag sorgten im vergangenen Jahr für unheimlich schwierige Bedingungen, sodass den Fahrern das gesamte Wochenende über der Grip fehlte. Dabei herrschten mit durchschnittlich 13°C Luft- und 15°C Streckentemperatur die zweitniedrigsten Temperaturen der Saison (nach dem Eifel Grand Prix auf dem Nürburgring).

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Formel 1 – Mercedes-AMG Petronas Motorsport, Großer Preis der Türkei Valtteri Bottas. Foto: Mercedes Motorsport

Sebastian Vettel hält in 1:25.049 Minuten noch immer den Rundenrekord beim Türkei GP (gefahren im Jahr 2011). Im Vorjahr sagten wir voraus, dass die modernen Autos im Qualifying rund vier Sekunden schneller sein würden, aber aufgrund der Wetterbedingungen lagen die besten Rundenzeiten im hohen 1:40er Bereich. Selbst im Trockenen am Freitag war der Streckenbelag so rutschig, dass die schnellste Rundenzeit von Max Verstappen eine 1:28.330 war.
Der Istanbul Park ist eine von sieben Strecken im aktuellen F1-Kalender, die entgegen dem Uhrzeigersinn befahren wird. Die anderen sind: Imola, Interlagos, Baku, COTA, Jeddah und Yas Marina. Auf diesen Strecken wird die andere Nackenseite der Fahrer belastet, die normalerweise solche Belastungen nicht gewohnt ist.

Der Reifenabbau war in der Türkei traditionell sehr hoch, aber aufgrund der ungewöhnlichen Bedingungen im Vorjahr war es schwierig, den Reifenabbau und Verschleiß genau einzuschätzen. Aufgrund der glatten, neuen Oberfläche kann man die Reifen im Istanbul Park aber bis zu einem sehr niedrigen Niveau abnutzen.

Mit Blick auf das Setup liegt die Türkei im Mittelfeld aller Strecken. Die meisten Charakteristiken sind durchschnittlich und finden sich beim Abtrieb oder der Leistung weder am einen noch am anderen Ende des Spektrums wieder.
Aufgrund einer Reihe von langsamen Kurven, Traktionszonen und langen Geraden fällt jedoch der Benzinverbrauch ein bisschen höher aus. Darauf müssen die Teams im Laufe des Wochenendes achten.

Wir erwarten, dass der Streckenbelag an diesem Wochenende mehr Grip bieten wird. Die Oberfläche wurde bearbeitet und zusätzlich sollte sie auch auf natürlich Weise gealtert sein. Frische Bitumen (wie im Vorjahr) sind außerdem schmierig, dieses Öl sollte sich mittlerweile durch die Verwitterung des Belags aufgelöst haben.
Die Türkei ist eine der besseren F1-Strecken, wenn es ums Überholen geht. Es gibt mehrere starke Bremszonen und Kurven, die auf längere Geraden führen und mehrere unterschiedliche Linien ermöglichen.

Quelle: Mercedes Motorsport

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