Fähnlein „Dünenkamm“ – Przygonski und Gottschalk bereiten den Weg an „Dakar“-Tag eins

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Gottschalk (POL/GER), Mini JCW Buggy. Foto: Gerdes Media / MCH Photo

Eine Pfadfinder-Gruppe auf der Suche nach dem Weg – die erste Etappe der Rallye Dakar 2022 hatte es vor allem in Sachen Navigation in sich. Und trotz des enormen Nachteils, die Route am ersten Tag auf der Schleife rund um Ha’il mit eröffnen zu dürfen, haben sich Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk nach Kräften gegen den Zeitverlust gewehrt. Dennoch büßten die „Dakar“-Vierten von 2021 gerade zu Beginn der Wertungsprüfung und kurz vor deren Ziel viel Zeit und insgesamt 40 Minuten ein. Die früh gestarteten Teams bildeten kleinere Gruppen, die im Verbund die Etappe eröffneten. Profiteure der Startreihenfolge waren vorallem die Top-Favoriten, die nach der Qualifying-Stage deutlich später auf die Strecke gingen und so im Vergleich zu den Wegsuchenden Vorderleuten viel Zeit gutmachten. Die erste Tageswertung ging an den dreimaligen „Dakar“-Sieger Nasser Al-Attiyah und seinen Beifahrer Matthieu Baumel (QAT/FRA, Toyota), die als Zehnte ins Rennen gegangen waren, vor Sébastien Loeb/Fabian Lurquin (FRA/BEL, Prodrive), die Startposition sechs hatten. Przygonski/Gottschalk, die stets zu den ersten fünf Autos auf der Strecke zählten, erreichten das Ziel als Tagesachte, während selbst Werksteams und „Dakar“-Sieger am ersten Tag erheblich Lehrgeld zahlen mussten.

Gottschalk (POL/GER), Mini JCW Buggy. Foto: Gerdes Media / MCH Photo

Die erste „echte“ Etappe der Rallye Dakar steckte die nördlichste Ausdehnung der 2022er-Ausgabe des Wüstenklassikers ab, und stellte gerade zu Beginn der 333 Kilometer langen Prüfung die Navigatoren auf eine harte Probe. Viele parallel verlaufende, sich kreuzende und abzweigende Sandpisten führten gerade die ersten Fahrzeuge auf der Strecke in die Irre. Auch in den Canyons und bergigen Passagen war die Wegfindung das A und O des Tages.

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Jakub „Kuba“ Przygonski: „Spannendes Terrain am ersten Tag. Viel Sand, Steine, knifflige Anstiege – und auch nicht ganz leicht. Zudem hat es viele Sprünge gegeben, die das Material hart rangenommen haben. An einer Stelle hatten wir mit der Wegsuche zu kämpfen, so wie alle Autos, die die Route eröffnet haben. Wir haben viel Zeit verloren. Doch wir sind im Ziel und haben alle Wegpunkte angefahren. Damit sollten wir zufrieden sein.“

Timo Gottschalk: „Die erste richtige Prüfung bei der ‚Dakar‘ – und die hatte es auch mächtig in sich. Eigentlich schönes Terrain, auch wenn wir mit unserem Auto Schwierigkeiten hatten, Traktion zu finden. An einer Stelle ging es bei der Navigation eher um Raten als ums Wissen, wo es langgeht. Dort haben viele Teams gesucht. Wir haben lange gebraucht, den Wegpunkt zu finden und damit viel Zeit eingebüßt. Schade, aber wir schauen nach vorn.“

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Informationen
Rallye Dakar 2022

Vorläufiger Gesamtstand nach Etappe 01
01 Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (QAT/FRA, Toyota) 3:30.53 Std.
02 Sébastien Loeb/Fabian Lurquin (FRA/BEL, Prodrive) 3:43.37 Std.
03 Martin Prokop/Viktor Chytka (CZE/CZE, Ford) 3:53.32 Std.
04 Lucio Alvarez/Arman Monleo (ARG/ESP, Toyota) 3:58.35 Std.
05 Vladimir Vasilyev/Oleg Uperenko (RAF/LVA, BMW) 3:59.51 Std.

08 Jakub „Kuba“ Przygonski/Timo Gottschalk (POL/GER, Mini) 4:12.44 Std.

Prüfungskilometer: 352 von 4.261 km
Verbindungsetappen: 776 von 3.858 km
Gesamtkilometer: 1.128 von 8.119 km

Quelle: Gerdes Media 

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