Ein Gesamtpodium und drei Klassensiege für Mercedes-AMG beim 24-Stunden-Rennen von Dubai

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Nach dem Doppelsieg beim 12-Stunden-Rennen von Abu Dhabi vom vergangenen Wochenende hat Mercedes-AMG Motorsport auch das nächste Langstreckenrennen des Jahres erfolgreich absolviert. Beim hochkarätig besetzten Hankook 24h Dubai sicherte sich der Mercedes-AMG GT3 #75 des Customer Racing Teams Sun Energy 1 by SPS automotive performance den dritten Platz hauchdünn vor den Markenkollegen in der #4 des Teams Abu Dhabi Racing by HRT. Die Podiumsentscheidung zugunsten von Maro Engel (GER), Jules Gounon (FRA), Mikaël Grenier (CAN) und Kenny Habul (AUS) fiel dabei erst in den Schlussminuten. Insgesamt konnten sich sechs Mercedes-AMG GT3 in den Top 10 der Gesamtwertung platzieren. Abgerundet wird das starke Ergebnis der Performance- und Sportwagenmarke aus Affalterbach durch einen Doppelsieg in der GT3-AM-Klasse, sowie zwei weitere Klassensiege in den Kategorien GT3-P/A und GT4.

24H Dubai 2022, Mercedes-AMG GT3 #75 Sun Energy 1 by SPS automotive performance. Foto: Mercedes Motorsport

Mit drei Mercedes-AMG GT3 in den ersten drei Startreihen hatten sich die Customer Racing Teams gute Ausgangspositionen für das erste 24-Stunden-Highlight der Saison gesichert. Mehrere Code-60-Phasen und unterschiedliche Tankstrategien der Teams sorgten jedoch gleich zu Rennbeginn für massive Verschiebungen in dem 79 Fahrzeuge starken Feld. Davon betroffen waren auch alle drei top-qualifizierten Mercedes-AMG GT3. Sowohl die #4 (Abu Dhabi Racing by HRT, Startplatz 2) als auch die #777 (Al Manar Racing by HRT, Startplatz 3) und die #75 (Sun Energy 1 by SPS automotive performance, Startplatz 6) büßten zu Beginn des Rennens zahlreiche Positionen ein und hatten teilweise sogar Rundenverluste zu verkraften.

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Bis zum Einbruch der Dunkelheit konnten alle drei Mitfavoriten jedoch wieder erfolgreich zu den vorderen Rängen aufschließen. Trotz weiterhin vieler Code-60-Phasen setzten die Fahrer in den Mercedes-AMG GT3 ihre Aufholjagd in den Nachtstunden eindrucksvoll fort. Zur Rennmitte befanden sich Khaled Al Qubaisi (UAE), Hubert Haupt (GER), Raffaele Marciello (ITA) und Manuel Metzger (GER) in der #4 bereits wieder auf Podiumskurs. In der Folge etablierten sich auch die #75 mit Maro Engel (GER), Jules Gounon (FRA), Mikaël Grenier (CAN) und Kenny Habul (AUS) sowie die #777 mit Al Faisal Al Zubair (OMA), Indy Dontje (NED), Martin Konrad (AUT) und Luca Stolz (GER) erneut in den Top-Five.

In der Schlussphase des Rennens verschlechterten sich die bis dato perfekten Wetterbedingungen im Dubai Autodrome durch starken Wind, der Wüstensand auf die Strecke wehte. Davon unbeeindruckt spulten die Mercedes-AMG Piloten ihre finalen Einsätze ab. Dabei kam es auch zu sehenswerten markeninternen Duellen um den dritten Platz. In der #4 konnte zunächst Metzger und dann Marciello den Podiumsrang erfolgreich verteidigen, ohne jedoch Boden auf die inzwischen enteilten Spitzenreiter gutzumachen. Ein Splash-And-Dash-Tankstopp führte in den letzten Minuten dann doch noch zu einem Positionstausch: In der #75 passierte Grenier die #4 und holte sich nach 593 Runden den dritte Rang für das Team Sun Energy 1 by SPS automotive performance. Mit 7,697 Sekunden Rückstand blieb für Marciello und den Mercedes-AMG GT3 #4 von Abu Dhabi Racing by HRT der vierte Rang. Das hervorragende Markenergebnis für Mercedes-AMG komplettierte Luca Stolz, der in der #777 von Al Manar Racing by HRT die Ziellinie auf dem fünften Rang überquerte.

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Doppelsieg in der GT3-AM-Klasse

24H Dubai 2022, Mercedes-AMG GT3 #19 MP Motorsport. Foto: Mercedes Motorsport

In der GT3-AM-Klasse sorgte der mit Charles Espenlaub (USA), Philip Quaife (GBR), Shane Lewis (USA) und Charles Putman (USA) besetzte Mercedes-AMG GT3 #85 für Aufsehen: Der GT3 von CP Racing behauptete beim Start seine Pole-Position und sammelte – bedingt durch die Turbulenzen der Anfangsphase – sogar mehrere Führungsrunden vor dem Gesamtfeld. Auch im weiteren Rennverlauf hielt sich das AM-Fahrzeug sensationell unter den Top-Teams der Gesamtwertung und zementierte seine Klassenführung. Den AM-Sieg und den achten Platz der Gesamtwertung brachte schließlich Putman ins Ziel. Hinter der #85 sorgte der Mercedes-AMG GT3 #20 von SPS automotive performance für einen AM-Doppelerfolg. Der zweite Klassenplatz bedeute zugleich einen hervorragenden neunten Gesamtrang für George Kurtz (USA), Ian Loggie (GBR), Valentin Pierburg (GER) und die erste Rennfahrerin Saudi-Arabiens Reema Juffali (KSA).

Klassensieg in der GT3-P/A-Wertung

In der GT3-Klasse mit gemischter Profi- und Amateur-Besetzung diktierte der Mercedes-AMG GT3 #19 von MP Motorsport das Rennwochenende. Bert de Heus, Daniel de Jong, Henk de Jong und Jaap van Lagen (alle NED) starteten von der Pole-Position und konnten sich im Anschluss aus allen Schwierigkeiten heraushalten. Mit zunehmender Renndauer gelang es dem niederländischen Quartett, den Vorsprung auf die Verfolger zu stabilisieren. Nach 584 Runden sicherte Schlussfahrer Daniel de Jong den souveränen Klassensieg und komplettierte mit dem zehnten Gesamtrang die überragende Top-Ten-Bilanz von Mercedes-AMG.

Mercedes-AMG GT4 gewinnt GT4-Wertung

Eine starke Vorstellung boten auch die Customer Racing Teams mit dem Mercedes-AMG GT4. In der #403 von Atlas BX Motorsports übernahmen zu Rennbeginn Roelof Bruins (NED), Steven Cho (CAN), Jongkyum Kim (KOR) und Yong Hyeok Yang (KOR) die Führung. Auf Rang zwei folgte die #408, der Mercedes-AMG GT4 von Dragon Racing mit Roald Goethe, Oliver Goethe (beide GER), Jordan Grogor (ZAF) und Stuart Hall (GBR) am Steuer. Nach einer langen Doppelführung konnte sich schließlich der Dragon Racing GT4 #408 durchsetzen und den Klassensieg sichern.

Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing: „Ich bin megastolz auf unsere Customer Racing Teams, dass wir nach Abu Dhabi auch in Dubai so erfolgreich in das neue Jahr starten konnten. Mehr als die drei Klassensiegen konnten wir nicht erwarten. Leider ist uns der Gesamtsieg diesmal verwehrt geblieben, aber wir haben unseren Konkurrenten einen harten Kampf geliefert und können daher sehr zuversichtlich auf die nächsten Rennen blicken. Ich wünsche unseren Teams weiter alles Gute. Meine Gratulation an Audi und Danke für den fantastischen Wettkampf.”

Maro Engel, Sun Energy 1 by SPS automotive performance #75: „Nach einem wirklich wahnsinnig harten Rennen ist das Podium ein fantastisches Ergebnis für uns. Wir hatten viele verschiedene Situationen, die uns zurückgeworfen haben. In der Nacht hatten wir dann auch noch ein paar leichte Kontakte, wodurch unser Mercedes-AMG GT3 etwas beschädigt wurde. Trotzdem haben wir immer weitergekämpft. Ein großes Kompliment an das Team, das sichergestellt hat, dass wir mit dem Auto durchkommen. Das Podium ist eine tolle Belohnung für die harte Arbeit von SPS. Ein großen Glückwunsch an der Stelle auch an Kenny, der fantastisch gefahren ist. Ich freue mich, dass er sein erstes Gesamtpodium beim 24-Stunden-Rennen in Dubai feiern konnte.“

Jules Gounon, Sun Energy 1 by SPS automotive performance #75: „Das ist für uns ein sehr guter Auftakt in die neue Saison. Das Team von SPS automotive performance hat tolle Arbeit geleistet – Maro, Kenny, Mikaël – alle. Es ist eine großartige Leistung, in einem so stark besetzten Feld ein Podium zu holen. Ich freue mich auch für Mercedes-AMG, die hier mit allen Autos sehr stark waren.“

Raffaele Marciello, Abu Dhabi Racing by HRT #4: „Mit dem vierten Platz haben wir natürlich nicht das erreicht, was wir uns vorgenommen hatten. Unser Speed war auf jeden Fall gut genug. Die Aktion mit dem Tankstopp am Ende hat uns das sichere Podium gekostet. Unsere Strategie ist da nicht aufgegangen – aber Fehler passieren. Ich schaue nach vorne und freue mich darauf, hier nächstes Jahr wieder anzugreifen.“

Luca Stolz, Al Manar Racing by HRT #777: „Ich denke, es wäre für uns sogar noch etwas mehr drin gewesen als Position fünf. Wir haben viele unglückliche Code-60-Phasen erwischt, deshalb ist am Ende nicht mehr dabei herausgesprungen. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht. Das ganze Team hat gut harmoniert und jeder hat einen tollen Job gemacht.“

Shane Lewis, CP Racing #85: „Wir sind die Gewinner der GT3-AM-Wertung. Ich muss es laut sagen, damit ich es selbst glaube. Ich bin so unglaublich stolz. Das Team hat einen fantastischen Job gemacht. Das Auto lief so gut. Der Mercedes-AMG GT3 ist einfach mein Lieblings-Rennfahrzeug. Wir sind hierhergekommen und haben die Kategorie in einem sehr schweren Rennen gewonnen. Ich bin so dankbar und kann es gar nicht erwarten, mit dem Team zu feiern.“

Daniel de Jong, MP Motorsport #19: „Der Sieg in der Pro-Am-Kategorie war nicht einfach. Wir hatten aber ein gutes Rennen – ohne irgendwelche Probleme am Auto oder sonstige Zwischenfälle. Auch in der Nacht lief alles reibungslos. Das Auto war enorm zuverlässig – das hat uns den Sieg beschert. Großartig!“

Quelle: Mercedes Motorsport

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