Die wilde 13 – Alex Lynn gewinnt aktionsreiches Formel-E-Rennen in London

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Erster Sieg für Alexander Lynn, der fünfte für Mahindra: Die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft feiert nach dem denkwürdigen 13. Saisonlauf der rein elektrischen Rennserie einen emotionalen Premierensieger. Der Brite Lynn, der in London geboren wurde, setzte seine dritte Startposition und eine konservative Rennstrategie klug um und war von Verfolger Nyck de Vries (NED, Mercedes-EQ) nicht zu bezwingen. De Vries sicherte sich unmittelbar vor dem großen Saisonfinale der Formel-E-WM in Berlin (14. und 15. August) dank Rang zwei die Tabellenführung. Mitch Evans (NZL, Jaguar Racing) komplettiert nach einem von allen Seiten intensiv geführten E-Prix das Podium als Dritter.
13. Saisonlauf mit Haken und Ösen, ausgefahrenen Ellenbogen und einem Beinahe-Genie-Streich
Nyck de Vries (NLD), Mercedes Benz EQ, EQ Silver Arrow 02 during the London E-Prix II at Streets of London on Sunday July 25, 2021, United Kingdom. Foto: Mit freundlicher Genehmigung der FIA Formel E.

Kaum ein anderes Rennen der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft war derart Action-geladen wie der Heineken London E-Prix. Zunächst hatte Polesitter Stoffel Vandoorne (BEL, Mercedes-EQ) das Kommando übernommen, wurde aber nach einem Fahrfehler von und einem Crash mit seinem Verfolger Oliver Rowland (GBR, Nissan e.dams) aus dem Rennen katapultiert. Zunächst sah Mercedes-EQ-Teamkollege Nyck de Vries (NED) wie der Nutznießer aus. Eine von zwei Safety-Car-Phase erwischte den neuen Tabellenführer allerdings auf dem falschen Fuß, als er einen seiner beiden Attack Modes kurz zuvor aktiviert hatte. Im Gegenteil zu Alexander Lynn, der zur rechten Zeit die Extra-Leistung nutzte. Mitch Evans, der in zahlreiche Zweikämpfe und Zwischenfälle verwickelt war, sicherte sich und dem Jaguar-Team ein Podiumsresultat – unter anderem mit einem sehenswerten Überholmanöver gegen Robin Frijns (NED, Envision Virging Racing), der als Vierter nun Tabellenrang zwei hält.

Kontrovers wurde dagegen ein Beinah-Genie-Streich von Audi diskutiert: Lucas Di Grassi (BRA) fuhr in der Safety-Car-Phase durch die Boxengasse – stoppte allerdings nicht vollständig. Zwar setzte sich Di Grassi während der Safety-Car-Phase dadurch von der neunten Position an die Spitze, wurde aber später mit einer Durchfahrtsstrafe belegt, die er nicht antrat und er deshlab noch während des Rennens mit der schwarzen Flagge disqualifiziert wurde. Entsprechend wurde Di Grassi nach dem Rennen aus der Wertung genommen.
Weltmeister werden in Berlin bestimmt – Showdown in Tempelhof
Mercedes-EQ-Fahrer Nyck de Vries wird als Tabellenführer in das Heimrennen seines Arbeitgebers starten: den Berlin E-Prix presented by CBMM Niobium. In Tempelhof haben noch elf Fahrer die Chance, aus eigener Kraft Weltmeister zu werden – also ungeachtet der Ergebnisse anderer –, rechnerisch sind es sogar noch 18 Piloten. Die besten Aussichten aus deutsche Sicht hat René Rast (GER, Audi), der mit 23 Zählern Rückstand auf Tabellenrang zehn liegt.
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ALEXANDER LYNN (GBR)

„Es ist schwer in Worte zu fassen, um ehrlich zu sein. Es ist schon etwas Besonderes, so etwas habe ich noch nie gefühlt. Die Formel E war ein schwieriges Pflaster für mich, deshalb ist dieser Sieg so wertvoll. Ich weiß eine großartige Crew hinter mir, bei der ich mich bedanken muss. Ich habe das Vergnügen, ihre harte Arbeit als Fahrer umzusetzen. Und ich kann sagen, dass es wohl kein Team gibt, das länger arbeitet und früher aufsteht als sie. Ich kann ehrlich gesagt nicht glauben, dass dieser Sieg wahr ist.“

Quelle: FIA Formel E

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