Der Große Preis von Russland 2021 – Die Pirelli Reifenvorschau

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Erstmals seit Österreich wurden – nun für den Großen Preis von Russland – wieder die drei weichsten Reifenmischungen nominiert:

C3 für den P Zero White (Hart),
C4 für den P Zero Yellow (Medium) sowie
C5 für den P Zero Red (Soft).

Dies ist die gleiche Nominierung wie in der vergangenen Saison, als der Grand Prix in Russland zu einem ähnlichen Zeitpunkt des Jahres stattfand. Sotschi ist eine Strecke mit geringem Schwierigkeitsgrad, die Streckenoberfläche ist seit der ursprünglichen Asphaltierung vor fast einem Jahrzehnt stetig gereift. Daher ist der weichste Gummi der P Zero-Range die perfekte Wahl für die russische Strecke.Das Wetter sollte zu dieser Jahreszeit recht mild sein, was dazu beiträgt, die thermische Degradation zu verringern, obwohl dieser Aspekt eher mit dem Layout und der Rauheit der Strecke zusammenhängt.

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Grafik: Pirelli Motorsport

Die Kurven des Tracks rund um den Olympiapark von Sotschi sind im Allgemeinen langsam bis mittelschnell, es gibt mehrere 90-Grad-Kurven. Generell ist die Strecke hecklastig und legt den Schwerpunkt auf Traktion und Bremsen. Die anspruchsvollste Kurve (und die einzige mit Frontbegrenzung) ist Kurve 3: eine Linkskurve mit mehreren Radien, die ein wenig an die berühmte Kurve 8 in Istanbul erinnert, der nächsten Station im F1-Kalender. Aufgrund der ziemlich langen Geraden in Sotschi neigen die Teams dazu, mit mittlerem bis geringem Abtrieb zu fahren. Daher liegt der Schwerpunkt auf dem mechanischen Grip der Reifen. Die Strecke wird während der Saison nur wenig befahren, so dass sie zu Beginn des Wochenendes oft besonders „grün“ und rutschig ist. Das kann bisweilen dazu führen, dass die Reifen eher rutschen als greifen, vor allem in den Sessions des Freien Trainings am Freitag. Aber wie im vergangenen Jahr nimmt das Graining zwischen freiem Training und Rennen aufgrund der Entwicklung der

Grafik: Pirelli Motorsport

Strecke normalerweise stark ab. Russland ist traditionell ein Ein-Stopp-Rennen. Das war auch im vergangenen Jahr der Fall. Die beiden Erstplatzierten fuhren mit der Medium-Hart-Strategie, aber auch weiter hinten im Fahrerfeld gab es etliche taktische Unterschiede. Einige Fahrer starteten mit der weichen Mischung, und drei Piloten nutzen alle drei Mischungen und stoppten zweimal.

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MARIO ISOLA – HEAD OF F1 AND CAR RACING
“In den vergangenen Jahren haben wir vielfältige Strategien gesehen, mit allen drei Reifenmischungen in der Startaufstellung sowie unterschiedlichen Taktiken während des Grand Prix. Im vergangenen Jahr schnitt der weiche C5 besser ab als erwartet, und das Graining nahm bei allen Mischungen zwischen Training und dem Rennen aufgrund der hohen Streckenentwicklung allmählich ab. In der Vergangenheit haben einige Fahrer sogar versucht, sehr früh auf die härteste Mischung zu wechseln und bis zum Ende durchzufahren, aber im vergangenen Jahr war das nicht mehr möglich, weil der Asphalt reifer geworden und heute nicht mehr so glatt ist wie früher. Durch das zusätzliche Gummi, das während der vielen Rennen im Rahmenprogramm auf den Asphalt gebracht wird, sollten die Entwicklung der Strecke wie auch der Grip weiter verbessert werden.“

Quelle: Pirelli Motorsport 

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