Bearman triumphiert am Samstag in Hockenheim

Oliver Bearman aus dem Van-Amersfoort-Racing-Team hat das erste Rennen der ADAC Formel 4 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg gewonnen. Der 16-jährige Brite fuhr auf dem 4,574 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs in Baden einen kontrollierten Start-Ziel-Sieg ein, feierte damit im siebten Saisonlauf seinen fünften Sieg und holte weitere 25 Punkte für die Meisterschaftswertung. Als Zweiter fuhr Serienneuling Alex Dunne (15, US Racing) aus Irland mit einem Rückstand von 1,706 Sekunden über die Ziellinie. Komplettiert wurde das Podium von Luke Browning (19, Großbritannien, US Racing).

Bearman startete stark von der Pole Position und fuhr bereits in der ersten Runde einen Vorsprung von eineinhalb Sekunden heraus. Dahinter lieferten sich in der Startphase gleich drei US Racing-Piloten einen packenden Positionskampf. Dunne, der in der Einführungsrunde ins Kiesbett gerutscht war, nutzte seine Chance und nahm als Zweiter die Verfolgung von Bearman auf. Browning und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Tim Tramnitz (16, Hamburg, US Racing) kämpften beherzt um Position drei. Im letzten Renndrittel erlaubten sich die Fahrer in der Spitzengruppe keine Fehler mehr und behaupteten ihre Positionen.

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Hinter Bearman, Dunne, Browning und Tramnitz erreichte Vlad Lomko (16, Russland, US Racing) als Fünfter das Ziel. Sechster wurde der Franzose Victor Bernier (17, R-ace GP), Platz sieben belegte der Russe Nikita Bedrin (15, Van Amersfoort Pilot). Marcus Amand (15, Frankreich, R-ace GP) wurde Achter. Die Positionen neun und zehn gingen an den Ungarn Bence Valint (16, Van Amersfoort Racing) und Michael Sauter (16, Sauter Engineering+Design) aus der Schweiz. Die schnellste Rennrunde sicherte sich der Hamburger Tramnitz in 1:42,239 Minuten. In der Rookie-Wertung gewann Dunne vor Bedrin und Amand.

„Es ist total klasse, hier im ersten Rennen gewonnen zu haben. Besonders, nachdem ich letztes Jahr hier meinen ersten Laufsieg im Single-Seater überhaupt feiern konnte. Ich bin mit sehr guten Erinnerungen an diese Strecke zurückgekehrt“, sagte Bearman nach seinem fünften Saisonsieg. „Von außen mag das Rennen einfach ausgesehen haben, aber die drei Jungs hinter mir haben ein Menge Druck ausgeübt. Vor allem Alex Dunne hatte in der ersten Rennhälfte eine gute Pace. Aber er kam nie nah genug und am Ende habe ich es dann gut hinbekommen, alle auf Distanz zu halten. Ich hoffe, ich kann das morgen noch einmal wiederholen.“

Von einer vorzeitigen Entscheidung im Titelkampf will Bearman nichts wissen. „Das ist noch ein langes Rennen, eine lange Meisterschaft.“ Im Fokus des 16-Jährigen steht jetzt erst einmal das zweite Rennen am Sonntag, wo er hinter Pole-Setter Tim Tramnitz ins Rennen geht: „Ich hatte heute einen guten Start. Das möchte ich gerne wiederholen. Tim hatte dagegen einen schlechten Start, wenn er das nochmal wiederholen könnte, wäre das gut für mich“, geht Bearman davon aus, dass „das ein richtig gutes Rennen werden könnte“.

Auch Alex Dunne freute sich über Rang zwei und sein gelungenes Debüt in der ADAC Formel 4: „Ich bin sehr happy. Wir haben einen guten Job abgeliefert. Ich hatte eigentlich gar nicht so große Erwartungen, wollte es von Rennen zu Rennen angehen und hatte vielleicht auf ein Podium gehofft. Nach einem guten Start und einem kleinen Fight mit Luke (Browning), konnte ich mich an zweiter Stelle positionieren. Luke und ich haben davon profitiert, dass Tim Tramnitz anscheinend ein paar kleine Probleme hatte, so dass wie beide ihn vor Kurve 1 überholen konnten“, so Dunne: „Ich habe dann alles versucht, um Olli (Bearman) noch einzuholen, aber er war einfach zu stark heute. Aber insgesamt bin ich sehr glücklich. Mal schauen, was morgen drin ist.“

Quelle: ADAC Motorsport