Auch in Okayama nicht zu schlagen: Team Redline triumphiert im ersten Esports Racing World Cup

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Nach drei spektakulären Renntagen auf drei verschiedenen Sim-Plattformen ist die Entscheidung im ersten Esports Racing World Cups (ERWC) der Virtual Competition Organisation (VCO) gefallen. Am Finaltag auf der Plattform iRacing und dem virtuellen „Okayama Circuit“ sicherte sich das Team Redline den Gesamtsieg in diesem neuartigen, stark besetzten Esports-Turnier. Die Mannschaft mit den Fahrern Enzo Bonito, Kevin Siggy, Chris Lulham, Patrik Holzmann und Jeffrey Riedfeld war am Freitag mit Rang drei ins Turnier gestartet und ließ am Samstag und Sonntag zwei Tagessiege folgen. Den Sieg am Sonntag fuhren Bonito, Lulham und Holzmann ein, als sie sich im Finale gegen das Apex Racing Team mit Jamie Fluke, Juan Bustamante und Johann Harth durchsetzten.

Foto: VCO Media

Insgesamt 22 Teams mit Fahrerinnen und Fahrern aus aller Welt waren beim ERWC I dabei. An die Top-5 der Gesamtwertung (Team Redline, R8G Esports, BS+COMPETITION, TRITON Racing und Veloce Esports) sowie an die bestplatzierten Teams der jeweiligen Tageswertungen vergibt die VCO ein Preisgeld von insgesamt 50.000 US-Dollar. Dazu gab es noch den Sonderpreis für den „Most Valuable Driver“ des ERWC I, den Fahrer mit den meisten Podiumsplatzierungen über die drei Turniertage. Dieser wurde geteilt: Bonito, Siggy und James Baldwin (Team Veloce Esports) kamen auf jeweils sechs Podestplätze. Den Bonus für diesen Sonderpreis in Höhe von über 1.000 US-Dollar hatte die Community über die Crowdfunding-Plattform FundRazr zusammengetragen.

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Am dritten und letzten Tag des ERWC I auf iRacing kam der Supercar Holden ZB Commodore zum Einsatz. Die Wahl der Rennstrecke in Okayama erfolgte wieder kurz vor Eventbeginn per Track Vote auf den Social-Media-Kanälen der VCO. An den Tagen eins und zwei waren die Teams auf Assetto Corsa Competizione (ACC) mit dem Mercedes-AMG GT3 und auf rFactor 2 mit dem Formula Pro in Silverstone unterwegs gewesen. Die Community konnte alle Rennen live auf Twitch und YouTube mitverfolgen.

Foto: VCO Media

Glückwunsch an das Team Redline zum Sieg bei diesem für die VCO historischen Esports Racing World Cup“, sagte Florian Haasper, CEO der VCO. „Mit dem ERWC I haben wir ein Experiment gewagt und einen vollkommen neuen Weg eingeschlagen. Das Turnier-Format mit drei Tagen auf drei verschiedenen Plattformen mit drei unterschiedlichen Fahrzeugen und den vielen einzelnen Sprintrennen war für die Community zunächst noch völlig ungewohnt. Doch wir haben von allen Seiten begeistertes Feedback bekommen. Und wir haben gezeigt, dass Sim-Racing eine spannende und extrem vielseitige Esports-Disziplin ist. Ich danke allen, die dazu beigetragen haben, dass diese Premiere gelungen ist: den Plattformen ACC, rFactor 2 und iRacing, unseren Partnern RaceSpot TV, The Sim Grid, P1-Gaming e.V. und natürlich den 22 teilnehmenden Teams mit ihren über 100 Fahrerinnen und Fahrern, die mit viel Herzblut und Leidenschaft dabei waren. Bei uns geht die Arbeit nun weiter. Wir nehmen unsere gemachten Erfahrungen aus ERWC I mit in die Planungen für unsere nächsten Esports-Projekte, allen voran die Esports Racing League, mit der wir im März starten werden.“

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In der ERL sind die Teams ab März eingeladen, sich im Rahmen von drei saisonalen Cup-Serien (Spring, Summer und Fall) mit jeweils vier Renn-Events für die zweite Auflage des World Cups – ERWC II – zu Beginn des kommenden Jahres zu qualifizieren. In der ERL geht es dann noch einmal um ein Preisgeld von 50.000 US-Dollar.

Tag drei im Überblick:

Heat 1:
Der letzte Tag des ERWC I begann so, wie auch die anderen beiden Tage verlaufen waren: mit jeder Menge Drama, Duellen, Drehern und Kollisionen. Team Redline, nach zwei Tagen und dem Samstagssieg in Gesamtführung liegend, dominierte den ersten Heat – Bonito, Lulham und Holzmann kamen auf den Plätzen eins bis drei ins Ziel. Damit zog Team Redline ungefährdet ins Viertelfinale ein. Ebenfalls direkt weiter kamen CoRe SimRacing, Logitech G Altus Esports, TRITON Racing und YAS HEAT. Folgende Teams mussten ins „Second Chance“-Rennen: Arnage Competition, Veloce Esports, M1RA Esports, Top Racing, die Unicorns of Love und Ballas Esports.

Heat 2:
Die weiteren elf Teams kämpften in Heat 2 um den direkten Einzug ins Viertelfinale. Und auch hier ging es gewohnt turbulent zur Sache. Für die beste Teamleistung sorgte das Apex Racing Team, gefolgt von BS+COMPETITION und Williams Esports. Vortagesfinalist R8G Esports stellte in Maarten van Loozenord den Rennsieger und kam als viertbestes Team ebenso weiter wie Team Fordzilla. Ins „Second Chance“-Race mussten Buttler-Pal Motorsport, Rocket Simsport, Burst Esports, Jean Alesi Esports Academy, Patrick Long eSports und Carbon Simsport.

Foto: VCO Media

„Second Chance“-Rennen:
Im „Second Chance“-Rennen wurde wie gewohnt mit harten Bandagen um die letzten beiden Plätze im Viertelfinale gekämpft. Diese gingen an Top Racing und Veloce Esports. Arnage Competition gewann zwar mit Ricardo Rico das Rennen, gehörte aber zu den zehn Teams, die endgültig ausschieden.

Viertelfinale:
Das große Feld aus zwölf Mannschaften à drei Fahrerinnen und Fahrern drängte sich im Viertelfinale dicht an dicht auf dem „Okyama Circuit“ – und es dauerte nicht lange, bis es zu einer Massenkollision kam, in die zahlreiche Fahrzeuge verwickelt waren. Das brachte zusätzliche Würze in den ohnehin sehr engen Kampf um die sechs Halbfinal-Plätze. Bestes Team war erneut Team Redline, das mit Lulham auch den Rennsieg feierte. Die weiteren fünf Teams im Halbfinale: Apex Racing Team, CoRe SimRacing, Logitech G Altus Esports, TRITON Racing und YAS HEAT. Ausgeschieden waren dagegen: BS+COMPETITION, Vortagesfinalist R8G Esports, Williams Esports, Team Fordzilla, Top Racing und Veloce Esports.

Halbfinale:
Im Halbfinale unterstrich das Team Redline einmal mehr deutlich seine Ambitionen auf den Tagessieg. Das Trio Lulham, Holzmann und Bonito führte das Rennen vom Start bis ins Ziel an und sicherte Redline damit nicht nur ungefährdet den Finaleinzug, sondern auch den Gesamtsieg im ERCW I. Dahinter allerdings lieferten sich die anderen Teams einen engen Kampf um den zweiten Finalplatz. Diesen entschied das Apex Racing Team für sich. Für CoRe SimRacing, TRITON Racing, Logitech G Altus Esports und YAS HEAT war Tag drei dagegen beendet.

Finale:
Team Redline stand nach dem Halbfinale als Gesamtsieger des ERWC I fest, nun ging es im Modus „Best-of-Three“ noch um den Tagessieg. Dabei kämpften Redline und das Apex Racing Team um jeden Meter und lieferten sich ein spannendes Finale. Im ersten Rennen erreichte Lulham das Ziel als Erster, und Redline ging mit knappem Punktevorsprung 1:0 in Führung. In Rennen zwei, das mit umgekehrter Reihenfolge gestartet wurde, kam es gleich zu Beginn zu einer Kollision mit mehreren Fahrzeugen. Die Apex Racing Piloten Harth und Fluke übernahmen bis ins Ziel die Führung, und das Team glich aus auf 1:1. Im entscheidenden dritten Finallauf machte Team Redline mit Holzmann und Lulham auf den Positionen eins und zwei alles klar und sicherte sich erneut den Tagessieg.

Stimmen der Sieger:

Enzo Benito (Team Redline): „Ich freue mich riesig über den Gesamtsieg. Ich denke, dass wir ihn verdient haben. Es ist nicht einfach, jeden Tag die Simulation zu wechseln, aber das Team hat mir dabei sehr geholfen, und ich bin sehr stolz auf sie. Ohne sie hätte ich diese drei Tage ganz sicher nicht absolvieren können. Das Format ist wirklich einzigartig, es gefällt mir sehr gut. Diese Art von Überleitung zwischen all den einzelnen Plattformen ist super. Denn normalerweise sagt man ‚das ist das beste Team der Welt’ – aber dann kommen die Leute und sagen: ‚Ja, aber es ist nur auf dieser Simulation das beste Team der Welt’. Deshalb ist es großartig, eine solche Veranstaltung zu haben. Es zeigt wirklich, wozu jemand auf den verschiedenen Plattformen in der Lage ist. Es ist verrückt, es ist wirklich einzigartig, und ich hoffe, dass wir noch viele weitere solcher Events haben werden.“

Chris Lulhalm (Team Readline): „Die Vorbereitung, die ich hier hineingesteckt habe, hat sich absolut gelohnt, vor allem für heute ein vollkommen neues Auto kennenzulernen. Es war eine riesige mentale Herausforderung, speziell dieses Auto. Aber nein, ich genieße die Atmosphäre wirklich und natürlich auch die Ergebnisse, die wir eingefahren haben.“

Patrik Holzmann (Team Redline): „Wir hatten eine Menge Spaß, aber wir sind auch mental vollkommen ausgelaugt. Was waren das für drei Tage! Das Team hat einmal mehr bewiesen, dass es wahrscheinlich das beste Team der Welt ist. Ich bin sehr stolz, dass ich es heute repräsentieren durfte und dass wir zusätzlich zur Gesamtwertung auch noch den Tag auf iRacing gewonnen haben. Das Wichtigste in so einem Turnier ist, auf der Plattform, auf der du am schwächsten bist, Schadensbegrenzung zu betreiben. Und das haben wir getan. Die Jungs haben mit fast keiner Erfahrung auf ACC einen phänomenalen Job gemacht und dann auf rFactor 2 gewonnen. Es war einfach eine fantastische Teamleistung. Alle arbeiten zusammen, jeder feuert den anderen an, im Team herrscht eine so tolle Atmosphäre. Ich bin sehr stolz auf alle.“

Die Gesamtwertung des ERWC I im Überblick:

Position Team Total
1 Team Redline 64
2 R8G Esports 53
3 BS+COMPETITION 51
4 TRITON Racing 48
5 Veloce Esports 47
6 Williams Esports 46
7 Apex Racing Team 43
8 Top Racing 40
9 YAS HEAT 40
10 Rocket Simsport 39
11 Unicorns of Love 35
12 Burst Esports 32
13 Logitech G Altus Esports 29
14 CoRe SimRacing 28
15 Arnage Competition 27
16 Team Fordzilla 24
17 Jean Alesi Esports Academy 24
18 Ballas Esports 23
19 Carbon Simsport 22
20 M1RA Esports 21
21 Patrick Long eSports 16
22 Buttler-Pal Motorsport 8

Quelle: VCO Media 

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