ADAC Formel 4 startet in Hockenheim den Titelcountdown

Die ADAC Formel 4-Saison 2021 nimmt Fahrt auf, zum dritten Rennwochenende tritt die Highspeedschule im Rahmen des ADAC Racing Weekend in Hockenheim (17. – 19. September) an. Die Rennen auf der ehemaligen Grand-Prix-Strecke in Baden markieren den Auftakt zu einem intensiven Herbst für die Nachwuchstalente, bis zum Finale Anfang November auf dem Nürburgring werden in acht Wochen 12 Rennen ausgetragen. Die Rennen aus Hockenheim werden am Samstag und Sonntag online im Livestream auf adac.de/motorsport und auf youtube.com/adac übertragen. Fans sind an der Rennstrecke auf den Tribünen und auch im Fahrerlager willkommen, Tickets sind an der Tageskasse erhältlich.

Als Spitzenreiter – gleich in allen drei Kategorien – reist der niederländische Traditionsrennstall Van Amersfoort Racing an. In der Fahrerwertung ist nach sechs Saisonrennen der VAR-Pilot Oliver Bearman (16, Großbritannien) das Maß aller Dinge. Nach vier Rennsiegen führt der junge Brite die Meisterschaftswertung mit 112 Punkten und einem Vorsprung von 40 Zählern klar an. Dass Bearman am Hockenheimring auf die Strecke zurückkehrt, wo er 2020 seinen ersten Sieg in der ADAC Formel 4 feiern durfte, weckt in dem jungen Briten ganz besondere Erinnerungen. „Natürlich habe ich tolle Erinnerungen an diese Strecke, hier habe ich den ersten Single-Seater-Sieg meiner Karriere errungen“, sagt Bearman, der sich auf die Rückkehr freut: „Es macht sehr viel Spaß hier zu fahren, insbesondere im dritten Sektor, der ziemlich kompliziert ist.“

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Bearman weiß, dass er sich am Wochenende auf ein starkes Team verlassen kann. „Wir hatten bei den Rennen zuvor eine tolle Pace. Mein Ex-Kollege Dennis Hauger hat 2019 hier dreimal gewonnen, was in dieser Meisterschaft ziemlich schwierig ist“, sagt Bearman: „Wir wissen, dass wir ein großartiges Auto haben. Ich erwarte aufregende Rennen, insbesondere im Reverse-Grid-Rennen 3.“

Sebastian Montoya. Foto: ADAC Motorsport

Hinter Bearman, der die Pause mit einer Kombination aus Urlaub, Training, Rennvorbereitung und einigen Rennen in Italien und Großbritannien verbracht hat, liegt das Feld eng beieinander. Die Gruppe der Verfolger führt Sebastian Montoya (16, Kolumbien) vom italienischen Prema Powerteam mit 72 Punkten an. Dem Sohn des früheren Formel-1-Fahrers und Indy-500-Champions Juan Pablo Montoya dicht auf den Fersen sind allerdings Teamkollege Kirill Smal (16, Russland, Prema Powerteam, 70 Punkte), Tim Tramnitz (16, Hamburg, US Racing, 69) sowie dessen US-Racing-Teamkollege Luke Browning (19, Großbritannien, 67).

Insbesondere der von der ADAC Stiftung Sport geförderte Hamburger Tim Tramnitz (16) vom Team US Racing hat sich für die Rennen auf dem Hockenheimring viel vorgenommen. Vom Ausflug zur italienischen F4-Meisterschaft am vergangenen Wochenende kehrte Tramnitz mit zwei Laufsiegen, einem zweiten Platz und einer Riesen-Portion Motivation zurück.

Wie Bearman hat auch der Hamburger gute Erinnerungen an den Hockenheimring, stand er doch vor Jahresfrist hier als Zweiter im zweiten Rennen auf dem Podium. Im Kampf um Platz eins musste er damals lediglich einem den Vortritt lassen – Oliver Bearman, der damals zu seinem ersten Sieg in der deutschen Serie fuhr.

Bei einer möglichen Neuauflage dieses Duells am kommenden Wochenende hofft Tramnitz zumindest auf eine ähnlich gute Leistung, wenn nicht gar auf seinen ersten Saisonsieg. „Mein Ziel für Hockenheim ist natürlich der Sieg, vor allem nach meinen letzten Erfolgen in Italien“, sagt der Rookie-Champion von 2020 selbstbewusst. „Ich konnte Olli Bearman zuletzt schon in Italien hinter mir lassen und hoffe, dass mir das auch in Hockenheim gelingt.“ Seinen ersten Sieg in der ADAC Formel 4 feierte Tramnitz 2020 in Oschersleben im letzten Rennen der Saison.

Sein Debüt in der ADAC Formel 4 feiert Alex Dunne. Der 15-jährige Ire bestreitet ab dem Hockenheimring mit dem Kerpener Rennstall US Racing den Rest der Saison. „Alex ist ein sehr konzentrierter und talentierter Rennfahrer. Seine Einstellung und Herangehensweise haben mir bereits beim ersten Test gefallen, auch der Speed war sehr gut“, rechnet Teamchef Gerhard Ungar damit, dass der junge Ire „das Potenzial hat, schon in Hockenheim erfolgreiche Rennen zu fahren“.

Die beiden freien Trainings am Freitag (09.00 und 11.35 Uhr) werden einen ersten Fingerzeig über die Kräfteverhältnisse geben, am späten Nachmittag geht es dann ab 15.40 Uhr ins Qualifying, wo die Startreihenfolge für das erste Rennen am Samstag (12.45 Uhr) und das zweite Rennen am Sonntag (11.50 Uhr) festgelegt werden. Im dritten und abschließenden Lauf des Wochenendes (Sonntag, 15.50 Uhr) startet die Top acht des zweiten Rennens in umgekehrter Reihenfolge.

Am Hockenheimring stehen beim ADAC Racing Weekend insgesamt sieben Serien mit 16 Rennen auf dem Programm. Zuschauer sind dabei am Samstag und Sonntag willkommen. Tagestickets kosten 15 Euro, Wochenendtickets für Samstag und Sonntag 25 Euro – jeweils inklusive Zutritt zum Fahrerlager. Es gilt die 3G-Regel, also geimpft, genesen oder tagesaktuell getestet.

Quelle: ADAC Motorsport